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Ortschaftsrat von Oggenhausen will mehr als 1500 Einwohner

Nach einer Klausur des Ortschaftsrats steht ein Dorfgemeinschaftshaus ganz oben auf der Wunschliste des Teilorts, es gibt aber auch kleinere Sanierungswünsche.

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Ein Dorf will wachsen: Oggenhausen wirbt mit dem Motto „Arbeiten in der nahen Stadt, wohnen auf dem Lande“ für sich.  Foto: 

Größer, schöner und zukunftsfähiger soll Oggenhausen werden: So sieht die neue Vision aus, die Ortschaftsrat und -verwaltung nun in einer Klausur erarbeitet haben. Unter dem Titel „Oggenhausen 1500+“ entstand ein sechs Oberthemen umfassender Leitfaden zur gezielten Erhaltung und Steigerung der Attraktivität des Orts für seine Bürger. Über allem steht der Wunsch, die Einwohnerzahl auf mehr als 1500 erhöhen zu können. „Nur stetiges Wachstum ermöglicht auch in Zukunft ein gutes Leben aller Generationen in unserer Ortschaft“, überschrieb daher Ortsvorsteher Jörg Maierhofer den neuen Leitfaden.

Einschnitte in der Infrastruktur

Auch wenn einige der formulierten Punkte nicht ganz neu sind: angesichts der von den Bürgern als Verlust empfundenen Einschnitte in der Infrastruktur wie die Schließung der Bankfiliale im vergangenen Jahr, wächst der Druck, diese nun auch möglichst schnell umzusetzen. Sie wurden daher, entsprechend formuliert, auf die Liste der diesjährigen Haushaltswünsche an die Stadtverwaltung gesetzt:

Auch wenn die Reihenfolge der Wünsche, so der Ortsvorsteher, beliebig sei: Die Vision einer Art Dorfgemeinschaftshaus als sozialer Begegnungsstätte führt die Liste an. Auch wenn man nicht davon ausgehe, ein solches Projekt kurzfristig realisieren zu können, so erhoffen sich die Oggenhausener doch Input für die Planung und eine mögliche Umsetzung.

Um die Bürger besser untereinander zu vernetzen, wünscht man sich eine Online-Austauschplattform unter Nutzung eines schnellen Internets, eventuell ergänzt durch ein Schwarzes Brett. Darauf könnten kostenlos Dinge angeboten oder nachgefragt werden, ebenso Hilfestellung beim Einkaufen, Mitfahrten zu Ärzten etc. Bei der Umsetzung bittet man um den Input der Stadt. Den Einwand von Fritz Weger, diese Vorschläge müssten von Oggenhausen selbst kommen, entkräftete Dietmar Pawlowski mit dem Hinweis auf die weit größere Erfahrung und Kapazitäten der Stadt, deren Stellungnahme man zuerst abwarten wolle.

„Arbeiten in der nahen Stadt, wohnen auf dem Lande“: Unter diesem Motto sollen Neubürger angeworben werden. Derzeit stehen nur noch fünf erschlossene Bauplätze zur Wohnbebauung zur Verfügung. Darüber hinaus wird beantragt, weitere Bauplätze in Gebieten mit bereits gültigem Bebauungsplan zu erschließen.

Klagen übers Mittelfeld

Einen Stillstand beklagt man bei der Entwicklung des bereits seit 20 Jahren bestehenden Gewerbegebiets Mittelfeld, in das man große Hoffnungen hinsichtlich neuer Arbeitsplätze und Zuzugs gesetzt hat. Erst zwei Betriebe haben sich aber dort angesiedelt, trotz der günstigen Verkehrslage nahe der Autobahn. Grund hierfür sei wohl die Befürchtung von Interessenten, dass sich der Baubeginn ohne die vorherige Erschließung zu lange hinziehen werde. Es wird daher beantragt, dass seitens der Stadt nun mit der Erschließung begonnen wird, um ein Signal für schnelles und variables Bauen möglich ist. Fritz Weger regte an, die Werbetafel im Mittelfeld dahingehend zu ergänzen, dass dort eine Mischbebauung, somit auch mit Wohnhäusern möglich ist.

Als Beitrag zu nachhaltigem Umweltschutz und zur Unterstützung der Elektromobilität wird die Errichtung einer Stromtankstelle, zum Beispiel auf dem Turnhallenparkplatz, beantragt.

Am umfangreichsten sind die Haushaltswünsche, die unter dem Punkt gute und vielseitige Infrastruktur aufgelistet werden:

Dazu gehört die Erneuerung des bereits seit 2011 sanierungsbedürftigen Bodenbelags in der Turn- und Festhalle. Ebenso die Kapazitätserhöhung der Elektroinstallation in der Turn- und Festhalle, sodass herausspringende Sicherungen bei Küchennutzung der Vergangenheit angehören und zeitgemäße Licht- und Soundanlagen betrieben werden können.

Wichtig und dringend sei besonders der Austausch des über 40 Jahre alten und kaum mehr in betriebsfähigem Zustand befindlichen Gasherds in der Festhalle. Dieser habe mangels ausreichender Elektroinstallation 2016 nicht wie das restliche Kücheninventar ausgetauscht werden können.

Der Turnhallenparkplatz ist derzeit nur im vorderen Bereich asphaltiert, der Rest, unter anderem die Parkbuchten, nur geschottert. Es wird beantragt, mindestens die nördlichen Bereiche des Parkplatzes, am besten aber die gesamte Parkplatzfläche zu asphaltieren oder zu pflastern.

Sanierungsbedürftig ist auch der Straßenbelag der Albrecht-Ritz-Straße auf eine Länge von 360 Metern. Hier wünscht man sich eine Erneuerung, eventuell in Teilabschnitten.

Zu guter Letzt sollen die sehr unansehnlichen und nicht nach Geschlechtern getrennten Toiletten im Rathaus in eine Damen- und Herrentoilette umgebaut werden. Diese werde, so die Begründung, schließlich nicht nur von der Verwaltung, sondern auch von diversen im Rathaus tagenden Gremien und Gruppen genutzt sowie neuerdings auch von Hochzeitspaaren.

Einstimmig wurden die entsprechenden Beschlussanträge vom Ortschaftsrat angenommen und an die Stadtverwaltung adressiert. ug

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