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Open-Air lockte 4000 Besucher in den Brenzpark

Der Boss hatte extra seinen Urlaub unterbrochen und war nach Heidenheim geeilt. Dann wurde in die Hände gespuckt- und am heißesten Tag des Jahres wurde in gerade mal sechs Stunden Arbeit aus dem Heidenheimer Kinopark wieder der Brenzpark.

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Laue Nächte im Brenzpark: Das Open-Air-Kino war heuer ein voller Erfolg und förderte mindestens zwei Erkenntnisse zutage – Kinogänger kommen lieber in den Brenzpark als an den Itzelberger See und haben es insgesamt auch lieber, wenn vor Ort ein Stuhl auf sie wartet. Den Vorschlag, eine eigene Sitzgelegenheit mitzubringen, setzten nur wenige Besucher in die Tat um.  Foto: 

Und weil der Flüssigkeitsverlust bei nordafrikanischen Temperaturen ohne Schatten ganz enorm war, ging's anschließend in den Biergarten, wo Ralf-Christian Schweizer seinem Team attestierte, „einen Superjob“ gemacht zu haben. Und sich selber wird der Geschäftsführer der Heidenheimer Capitol-und-Kino-Center GmbH im stillen auch beglückwünscht haben: Alles richtig gemacht, das Heidenheimer Kino-Open-Air im Brenzpark war mit insgesamt beinahe 4000 Besuchern ein veritabler Erfolg.

Nicht zuletzt, das weiß auch Schweizer, weil sogar das Wetter mal wieder mitgespielt hat. Nach Jahren mit Regen, Sturm und Kälte hielt– und hält hoffentlich noch weiter– diesmal der Sommer endlich einmal wieder das, was sein Name verspricht. Und das nahmen die Kinomacher im Brenzpark selbstverständlich gerne mit.

Allerdings machte das Wetter allein in Heidenheim noch nicht den ganzen Freilichtkinosommer. Auch der Ortswechsel– weg vom Itzelberger See, wo man die letzten drei Jahre zu Gast gewesen war–, hat wohl eine Rolle gespielt.„Daran haben viele Besucher keinen Zweifel gelassen“, sagt Sascha Wiegand vom Kino-Center.„Eine ganze Menge Leute hat mich darauf angesprochen, dass der Brenzpark schon allein deshalb wesentlich besser sei, weil er eben zentraler liege und man nicht extra bis nach Itzelberg fahren muss.“

Auch Ralf-Christian Schweizer berichtet von zahlreichen Mails an seine Adresse, in denen diese Einschätzung geteilt wird.„Die Leute sind zum großen Teil auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad gekommen“ und hätten es auch sichtlich genossen, diese Möglichkeit zu haben.„Itzelberg als Veranstaltungsort fand ich zwar toll, und ich lasse da auch nichts drauf kommen“, sagt Schweizer, räumt aber auch ein, dass das Urteil der Kundschaft eindeutig gewesen sei.„Die will ein Heidenheimer Kino-Open-Air.“ und das soll sie auch 2013 bekommen. Wieder im Brenzpark.

Die ursprüngliche Idee, für die Itzelberg und sein See standen, nämlich ein zentrales, gleich weit weg von den Metropolen Heidenheim und Aalen gelegen und somit für beide Einzugsgebiete quasi gleich verlockend, dürfte somit vom Tisch sein. Zumal Ralf-Christian Schweizer keinen Hehl daraus macht, schon jetzt darüber nachzudenken, 2013 nicht nur wieder in Heidenheim, sondern unabhängig davon mit Open-Air-Kino auch wieder in Aalen anzutreten.

Eitel Sonnenschein also, was die Gegenwart und die Zukunft des Kino-Open-Airs auf der Ostalb angeht. Wobei Ralf-Christian Schweizer durchaus zuzugeben bereit ist, dass man eben nicht nur, was den Standort anbelangt, letztlich nie auslernt.

Denn zum einen gibt's da Dinge, die passieren, obwohl man es vorher nicht für möglich gehalten hätte. Zum Beispiel, dass eine Filmkopie zu Boden fällt, ehe sie in den Projektor eingelegt werden kann.„So was hab' ich noch nie erlebt“, sagt Schweizer. Bis zum 12. August 2012. Da lag„Best Exotic Marigold Hotel“, der Film des Sonntagabends, plötzlich eben doch im Parterre und– man hatte den Filmsalat. Und bis der erst wieder entwurstelt gewesen wäre . . . Also musste der Film aus dem Programm genommen werden, die Besucher bekamen ihr Eintrittsgeld zurück– doch die, die dableiben wollten, wurden auf Kosten des Hauses zu einer ersatzweisen Wiederholung von„Ziemlich beste Freunde“ eingeladen.

Das war imÜbrigen auch der Film gewesen, der gleich am Eröffnungsabend drei Tage zuvor mit fast 800 Besuchern die Rekordmarke fürs Kino-Open-Air 2012 gesetzt hatte. Insgesamt sahen dann durchschnittlich jeweils knapp 400 Besucher die insgesamt zehn Vorstellungen.

Allerdings bei weitem nicht alle auf dafür eigens mitgebrachten Sitzgelegenheiten. Denn auch wenn das ursprünglich so gedacht war, war Ralf-Christian Schweizer doch schon am ersten Abend heilfroh gewesen, dass er von vornherein 400 Stühle als heimliche Reserve bereitgehalten hatte. Als ob er letztlich damit gerechnet hätte, dass der Heidenheimer als solcher doch wohl lieber einen Stuhl vorfindet als mitbringt, wenn er sich zum Filmschauen niederlässt.

„Es war ein Versuch“, sagt Schweizer.„Das klappt eigentlich mittlerweileüberall, dass man die eigene Sitzgelegenheit ins Open-Air-Kino mitbringt. Aber in Heidenheim wird es offensichtlich anders gewünscht, und das akzeptieren wir selbstverständlich.“ Insofern also: Nächstes Jahr wieder in Heidenheim: Open-Air-Kino. Sitzplatz garantiert.

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