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Oldtimer-Museum: Stadt rückt von Investor Flex-Fonds ab

Die ehrgeizigen Pläne des Schorndorfer Investors Flex-Fonds für ein Oldtimer-Museum auf dem südlichen WCM-Gelände stehen offenbar vor dem Aus: Am Donnerstag wird die Stadtverwaltung dem Gemeinderat empfehlen, sich von dem Investor zu trennen und den Abbruch des letzten Restes der alten Firmengebäude umzusetzen.

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Richtungswechsel: Für den letzten Rest der alten WCM auf dem südlichen Werksareal stehen die Zeichen wieder auf Abbruch.  Foto: 

In der Sitzungsvorlage lässt die Verwaltung durchblicken, dass die ehrgeizigen Pläne des Investors nicht den Vorstellungen des Rathauses entsprechen. Dort hatte man sich für eine ganzheitliche Planung für das gesamte WCM-Areal stark gemacht, zumal sich nach Auffassung des Rathauses auch im nördlichen Teil des Geländes„Veränderungen abzeichnen“.

Die Schorndorfer Flex-Fonds-Capital AG hatte sich Anfang Mai mit dem Vorhaben einer Entwicklung des südlichen WCM-Areals bei der Stadt gemeldet– also jenem Teil der Schmelzofenvorstadt, den die Stadt Ende 2010 von der Wiesbadener Eigentümergesellschaft ADL erworben und später bis auf den jetzt noch stehenden Gebäuderest hatte schleifen lassen. Der Gemeinderat setzte den bereits vorliegenden Abbruchbeschluss für den Fabrikbau aus, um die Pläne des Investors abzuwarten.

Im Juli hatte Flex-Fonds-Vorstandschef Gerald Feig im Gemeinderat die Schorndorfer Vision für das Gelände vorgestellt: Ein einem„Meilenwerk“ähnliches Oldtimermuseum in dem renovierten Fabrikbau, ein Hotel am Brenzufer sowie Raum für eine Hochschul-Nutzung für die nahe Duale Hochschule. Der Rat gab Flex-Fonds Zeit, die Pläne bis zum Herbst konkreter zu fassen.

Hinter den Kulissen stupste man die Schorndorfer aber auch in ganz neue Richtungen– nämlich in den Norden des Geländes. Zuletzt hatte Flex-Fonds-Chef Feig gegenüber unserer Zeitung Überlegungen bestätigt, ein Hotel nördlich der Straße in der Schmelzofenvorstadt am Brenzsee (und damit anstelle des heutigen Fitnesscenters„Bodyfit“) zu errichten– für Feig eine Alternative zu den zunächst vorgelegten Plänen. Während„Bodyfit“-Eigentümer Klaus Kopp in unserer Zeitung klar gemacht hatte, dass er bisher noch keinerlei Grundstückshandel zugestimmt habe und sich auch nicht leichtfertig von seiner Immobilie trennen werde, fanden die neuen Flex-Fonds-Pläne offenbar auch im Rathaus keinen Gefallen. Dieser Tage habe das SchorndorferUnternehmen Planskizzen vorgelegt, heißt es in der Sitzungsvorlage– diese hätten die Verwaltung aber„weder architektonisch-städtebaulich noch wirtschaftlich überzeugt“. Offenbar auch nicht den Investor selbst– Flex-Fonds, so die Sitzungsvorlage, habe deutlich gemacht, nur den Plan für das südliche WCM-Gelände umsetzen zu wollen.

Eben diese Aufteilung des gewaltigen Areals in Stadtnähe würde nach Sicht des Rathauses„die städtebauliche Gesamtentwicklung erheblich erschweren“. Besonders ein Hotel am Brenzufer nahe dem Lokschuppen gilt bei der Verwaltung als problematisch– denn unabhängig von allen städtischen Planungen wird immer klarer, dass die Duale Hochschule schon in Bälde erneuten Bedarf an einem weiteren Neubau haben dürfte. Für den wäre nahe der DH-Zentrale an der Marienstraße aber allenfalls auf dem anderen Brenzufer Platz.

Unter dem Strich empfiehlt die Stadtverwaltung dem Gemeinderat somit eine Kehrtwende: Es sei„nicht sinnvoll, die Vorschläge der Firma Flex-Fonds weiterzuverfolgen“, so die Sitzungsvorlage. Der Rat möge seinen Beschluss zum Abbruch des letzten Gebäuderestes wieder aufnehmen.

InfoÜber den Abbruch des WCM-Baus diskutiert der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 15. November, ab 16 Uhr im Emil-Ortlieb-Saal des Rathauses.
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