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Nur zwei Asylbewerber kamen im November

Vorigen Monat kamen nur noch zwei neue Asylbewerber im Landkreis Heidenheim an.

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Die Flüchtlingssituation im Landkreis Heidenheim entspannt sich weiter. Im November sind dem Kreis gerade mal zwei neue Asylbewerber zugewiesen worden, im Oktober und September waren es jeweils sieben und im August kam gar kein neuer Asylbewerber hier an. Dies bilanzierte der Erste Landesbeamte Peter Polta diese Woche im Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt des Kreistags. Bei den neuen Flüchtlingen handelt es sich meist um Menschen, die im Zuge der Familienzusammenführung hierher geschickt wurden. Insgesamt lebten zum Stichtag 23. November 1026 Flüchtlinge im Landkreis in vorläufigen Unterbringungen. Der Höchststand war Anfang April dieses Jahres mit 1632 Asylbewerbern erreicht worden.

660 Wohnheimplätze weniger

Durch den landesweit zu verzeichnenden Rückgang der Flüchtlingszahlen hat sich auch die Situation in den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises Heidenheim entspannt. Seit Juni 2016 hat der Landkreis deshalb insgesamt 660 Plätze in den Städten und Gemeinden abgebaut. In Heidenheim insgesamt 163, wobei unter anderem die Waldkirche als Notunterkunft aufgegeben und in ein Integrationszentrum umgewandelt wurde. In Nattheim wurden die 144 Plätze der Behelfsunterkunft aufgegeben, in Giengen 138 Plätze, in Gerstetten 129 Plätze. Laut Polta hat der Landkreis schon jetzt geplant, weitere 45 Plätze abzubauen. Thema werde künftig der Familiennachzug sein, aber mehr für die Kommunen. Darüber hinaus sei man bei den Flüchtlingen beim „Stadium 2.0 der Integration in die Gesellschaft“, so Polta.

„Wir fahren aber mit Sicherheit keine Nullinie“, sagte Landrat Thomas Reinhardt mit Verweis auf die Weltlage. Die Situation könne sich ändern. „Wir beobachten genau, was in der Türkei abläuft, was auf dem afrikanischen Kontinent abgehe. „Wenn es zu einem Anstieg kommen sollte, wollen wir vorbereitet sein.“ Deshalb würden weiterhin Unterkünfte vorgehalten. Leider, so Grünen-Kreisrat Michael Sautter, seien die Fluchtursachen längst nicht beseitigt. Er verwies aber auch darauf, das sich die früher gemalten Horrorszenarien nicht bewahrheitet hätten. Zumindest im Kreis seien keine Belästigungen bekannt und die Kriminalität sei nicht gestiegen.

Flüchtlinge pro Ort

Dischingen 0

Gerstetten 15

Giengen 169

Heidenheim 297

Herbrechtingen 251

Hermaringen 15

Königsbronn 20

Nattheim 13

Niederstotzingen 26

Sontheim 58

Steinheim 162

Gesamt 1026

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