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Noch keine Perspektive für Stowe-Woodward-Areal

Vor mehr als zwei Jahren stellte Stowe-Woodward die Produktion ein. Noch immer gibt es keine konkrete Planung für das Areal.

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Die Stowe-Woodward-Hallen sind teils untervermietet, was mit ihnen geschehen wird, ist noch offen.  Foto: 

Im Frühjahr 2014 wurde die Produktion bei Stowe-Woodward (früher Gummi Becker) stillgelegt und seitdem stehen die Werkshallen zwischen Schillergymnasium und B 19 in weiten Teilen leer. Damals war die Fertigung von Heidenheim nach Düren in Nordrhein-Westfalen verlegt worden.

Schon früh machte man sich im Rathaus darüber Gedanken, das Areal zu kaufen und zu entwickeln. Doch geschehen ist bisher nichts, noch immer befinden sich Gelände und Grundstück im Eigentum von Stowe-Woodward. Mit der Vermarktung beauftragt ist die Ulmer Objekta Immobilienkontor GmbH. „Wir haben durchaus Interessenten, einer hat bereits ein Konzept für die Nutzung erarbeitet, aber das stieß bei der Stadtverwaltung nicht auf Zustimmung“, so der zuständige Mitarbeiter Michael Wägerle.

Ganz grundsätzlich versuche Objekta immer, mit den Verwaltungen zusammenzuarbeiten, im Falle Stowe-Woodward sei das sogar von ganz besonderer Bedeutung. Denn bei einer Nutzungsänderung, sprich, einem Abriss der Gebäude und einer eventuellen Neubebauung, bedürfe es Planungsänderungen. Nach der Absage durch die Stadt erstelle der Interessent nun eine neue Planung, so Wägerle.

Die ursprünglichen Überlegungen im Rathaus, das Areal zu erwerben und hier beispielsweise die Städtischen Betriebe unterzubringen, scheinen derzeit jedenfalls auf Eis zu liegen. Und das, obwohl eine Zusammenführung durchaus von Nutzen sein könnte, denn derzeit sind die Städtischen Betriebe mit der Stadtgärtnerei und zahlreichen Lagern auf mehrere Standort im gesamten Stadtgebiet verteilt.

Vor einem Jahr hatte OB Bernhard Ilg diese Überlegungen bestätigt. Jedoch müsse vor Kaufgesprächen erst ein Bodengutachten für das Areal abgewartet werden, um Kenntnis über mögliche Altlasten zu erhalten. Diese Untersuchungsergebnisse liegen Wägerle zufolge bereits seit langem vor, vom Rathaus hieß es jedoch zuletzt, dass das Bodengutachten die möglicherweise vorhandenen Risiken im Untergrund nicht vollständig erschließt.

Ganz ungeachtet dessen laufen auf dem insgesamt rund 10 000 Quadratmeter großen Stowe-Woodward-Gelände ganz aktuell Sanierungsarbeiten. „Das Thema Altlasten haben wir voll im Griff, und wir arbeiten derzeit daran, alles ordnungsgemäß zu entsorgen“, sagt Wägerle. Wie lange diese Arbeiten dauern werden, hänge vom Grad der Verschmutzung ab und könne noch nicht gesagt werden.

Die ehemaligen Fertigungshallen, die insgesamt 7500 Quadratmeter Fläche umfassen, stehen derweil nicht komplett leer. Wägerle zufolge haben sich in Teilen der Halle zwei Heidenheimer Unternehmen eingemietet: „Die wissen die Infrastruktur mit den großen Kranbahnen, die ja noch alle voll funktionstüchtig sind, sehr zu schätzen.“ Auch für weitere Flächen gibt es noch Mietinteressenten. Auf diese Weise erhalte Stowe-Woodward Mieteinnahmen. „Von Seiten des Eigentümers gibt es keinen Druck, das Areal zu verkaufen“, so Wägerle.

Bleibt also abzuwarten, ob der Kaufinteressent eine Planung vorlegen kann, die auch auf Seiten der Stadt auf Wohlwollen trifft, oder ob sich weitere Interessenten finden. Oder ob die Stadt das Areal am Ende doch selbst kauft. „Die Stadt Heidenheim hat gegenüber dem Eigentümer wiederholt erklärt, dass ein Erwerb des Grundstücks denkbar wäre, sofern der Eigentümer selbst keinen Käufer findet“, heißt es in einer Stellungnahme und weiter: „Zwischen der Stadt und dem Eigentümer laufen derzeit keine Verhandlungen.“ Das deutet darauf hin, dass man auf Verwaltungsseite auf ein möglichst günstiges Angebot wartet.

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