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Neues Konzept für Internationales Straßenfest beschlossen

Dem veränderten Konzept für das Internationale Straßenfest in Heidenheim hat der Kultur- und Sportausschuss des Gemeinderats zugestimmt. Das Fest soll – wie berichtet – auch wieder in die Gassen der Innenstadt reichen.

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Internationales Straßenfest in Heidenheim im Jahr 1983: Vor fast 30 Jahren war von Nachwuchsproblemen bei den ausländischen Vereinen noch keine Rede.  Foto: 

„Schönheitskorrekturen“ in der Umsetzung nannte Elke Lohmann vom städtischen Kulturbüro die Änderungen in der Planung des Internationalen Straßenfests, das am 29. und 30. Juni stattfindet. Drei wesentliche Punkte sind davon berührt: Das Fest soll sich nicht mehr in die Karlstraße, dafür wieder in die Hintere Gasse und auf Anregung von Stadträtin Renate Klement-Schmidberger (SPD) auch in die Pfluggasse und das Geißengässle erstrecken. Beim Musikprogramm legt man zu, mit einer Erhöhung der Mittel um 15 000 auf 40 000 Euro steht dafür auch mehr Geld zur Verfügung. In der Hinteren Gasse soll auf dem Platz hinter dem Elmar-Doch-Haus eine weitere Bühne aufgebaut werden. Außerdem will die Stadt die Eigenbeschallung der Stände eindämmen und auf 85 Dezibel (entspricht dem Schalldruck zehn Meter neben einer Hauptverkehrsstraße) beschränken.

Vom Gremium wurden die Verbesserungsvorschläge für das in den letzten Jahren von vielen Seiten kritisierte Straßenfest begrüßt. Stadtrat Horst Neugart (CDU) bedauerte, dass die Internationalität immer mehr verloren gegangen sei. Den ausländischen Vereinen fehle schlicht der Nachwuchs, berichtete Matthias Heisler vom Kulturbüro. Dafür versuche man, mit der Auswahl der Bands entsprechende Genres zu bedienen. Sorgen machte sich Neugart auch um die Anwohner der Hinteren Gasse, wohingegen das Kulturbüro versicherte, dass man mit diesen im Gespräch sei.

Renate Klement-Schmidberger (SPD) fragte nach, ob man nicht auf eine Beschallung der Stände grundsätzlich verzichten könne. Dadurch würde der Festcharakter verloren gehen, befürchtete hingegen Matthias Heisler. Oberbürgermeister Bernhard Ilg versicherte, dass man die Dezibelzahl auch noch weiter senken könne, wenn sich die Musik an den Ständen nach wie vor als zu laut erweisen würde. Die SPD-Stadträtin regte ferner an, für die Gruppen, die aus den Partnerstädten anreisen, einen Treffpunkt einzurichten, sodass die Heidenheimer Bevölkerung dort auch gezielt mit den Gästen ins Gespräch kommen könne. Auch dieser Vorschlag wurde aufgenommen.

Stadtrat Martin Grath (Grüne) sprach das Problem der Außenbestuhlung durch anliegende Lokale an. Von diesen hatten einige in den letzten Jahren auf die Bewirtung beim Straßenfest verzichtet, weil zusätzlich zu deren Sondernutzungsgebühr an diesen beiden Abenden eine Standgebühr fällig werde. Die Stadtverwaltung wies darauf hin, dass im Vertrag für das Recht zur Außenbestuhlung vermerkt sei, dass dieses bei besonderen Veranstaltungen ausgesetzt werde. Wer von den Gastronomen vom Straßenfest profitieren will, muss also auch bezahlen. Für Stände, die Essen und Getränke anbieten, werden in diesem Jahr 25 Euro pro laufendem Meter und Tag fällig, unabhängig vom Standort. Andere Verkaufsstände müssen eine Gebühr von 20 Euro pro Meter und Tag bezahlen.

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