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Modellflieger: Ein Opfer der Drohnen?

Heidenheimer Clubmitglieder wehren sich gegen eine neue maximale Flughöhe von 100 Meter.

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Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch will sich des Anliegens der Modellflieger annehmen.

Mitglieder des Heidenheimer Modellflieger-Clubs haben in Stuttgart auf dem Schlossplatz gegen eine geplante Einschränkung der Flughöhe von Modellflugzeugen demonstriert, die nach ihrer Auffassung unverhältnismäßig ist.

Die Festlegung einer maximalen Flughöhe von 100 Meter (der sogenannte „100-Meter-Deckel“) treffe vor allem Piloten, die lautlos mit ihren Segelflugzeugen an Hängen fliegen oder auch auf flacherem Gelände auf Thermiksuche gehen. Die Modellflieger sagen aus ihrer Erfahrung, dass Thermik ab einer Höhe von 100 Meter erst richtig anfange und man unterhalb dieser Höhe keinen sinnvollen Modellflug mit ferngesteuerten Segelfugzeugen betreiben könne.

Nach Wissen der Modellflieger soll die Deckelung eigentlich die maximale Flughöhe von Hobby-Drohnen einzuschränken. Da die Verordnung jedoch keine Trennung zwischen Drohnen und klassischen Modellfliegern wie z.B. Segelflugzeugen vorsehe, gelte sie auch für den klassischen Modellflug außerhalb von Modellflugplätzen mit Aufstiegserlaubnis.

Die Modellflieger verweisen darauf, dass aus diesem Grund die Modellflugverbände DMFV (Deutscher Modellfliegerverband) und DAEC (Deutscher Aero Club) mit dem Bundesverkehrsministerium im Vorfeld bereits eine Kompromisslösung ausgearbeitet hätten.

Kompromisslösung übersehen?

Bei Vorlage eines zusätzlichen Kenntnisnachweises hätte die bisherige maximale Flughöhe für Modellflieger weiter gegolten.

Der Entwurf der Verordnung sei jedoch kurzfristig wieder geändert worden, so dass von der Beibehaltung der bisher möglichen Flughöhe nichts mehr zu lesen sei.

Als besonders pikant empfinden es die Modellflieger, dass gleichzeitig dem Betrieb von kommerziellen Drohnen der Weg bereitet werde. Diese sollen sogar erstmals ohne Sichtkontakt zum Piloten geflogen werden dürfen.

Dankbar sind die Modellflieger für die gezeigte politische Unterstützung. Der Heidenheimer Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, Andreas Stoch, hat den Modellfliegern zugesagt, fraktionsübergreifend das Thema zu platzieren, um eine Sensibilisierung bezüglich der Auswirkungen auf die Modellflieger zu erreichen. Auch Landtagsabgeordneter Martin Grath (Grüne) sei im Vorfeld über die negativen Auswirkungen der Verordnung auf die Modellflieger informiert worden

Die Modellflieger hoffen, dass bei den derzeit laufenden Beratungen im Bundesrat die unverhältnismäßige Einschränkung der Modellflieger zur Sprache kommt und dass die neue Verordnung in ihrer jetzigen Form in der Länderkammer abgelehnt wird.

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