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Lokale Beiträge fürs globale Überleben

Sonne, Wind und Regen. Für Energiewendetage eigentlich ideal, wie Bürgermeister Rainer Domberg am Sonntag bei der Eröffnung des lokalen Geschehens befand: Solar- und Windenergie sowie Wasserkraft ergeben jenen Mix an erneuerbaren Energien, mit dem Zukunft gestaltet werden kann.

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Und diese Zukunft hat längst begonnen. Dies demonstrierten etliche Akteure und Aussteller, die sich am Sonntag im und vorm Elmar-Doch-Haus eingefunden hatten, um die ganze Breite und Tiefe des Themas „Energiewende“ aufzuzeigen. Das Spektrum dieses vom Verein Solar Mobil gemeinsam mit der Volkshochschule inszenierten Marktes der Möglichkeiten reichte von Sonnenstrom- und Windrad-Anlagen über Informationen zu Klimawandel und Luftverunreinigung bis zu Pedelecs und Elektromobile – die allesamt schon länger in Gebrauch sind und deren Halter denn auch einiges an Praxis-Erfahrungen beisteuern können.

Die Erfahrungen, die das Rathaus mit dem von Werner Glatzle geführten Solar Mobil Heidenheim e. V. gemacht haben, sind offenbar durchweg gut. Bürgermeister Domberg attestierte dem seit 25 Jahren aktiven Verein, zusammen mit der VHS ein echter Vorreiter zu sein, wenn es darum geht, Erkenntnisse mit anderen zu teilen.

So fühle sich denn auch die Stadt Heidenheim – die einen eigenen Energiebeauftragten beschäftigt – durch die Arbeit des Solar-Mobil-Vereins keineswegs gedrängt oder gar bedrängt, sondern vielmehr ermutigt, sich selbst auf dem Gebiet der Energiewende weiter anzustrengen. In diesem Zusammenhang plädierte Domberg auch für den Ausbau der Windenergie, wie dies im regionalen Teilflächennutzungsplan vorgesehen ist.

Dem sich gegen Windräder regenden Widerstand setzt der Bürgermeister die Frage nach der Alternative entgegen. Und eine Hoffnung: „Ich glaube schon, dass sich Windenergie auf Dauer bei uns durchsetzen wird.“

Für die Bürgerinitiative Forum sprach deren Vorsitzender Raimund Kamm. Der Name dieses Vereins – „Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik“  – ist seit vielen Jahren Programm dieser mittlerweile größten Energie-Bürgerinitiative Süddeutschlands und zweitgrößten deutschen Anti-Atom-Gruppe. In seinem als Klage und Anklage deklarierten Beitrag rief Kamm in Erinnerung, dass mit Gundremmingen Deutschland größtes und gefährliches Atomkraftwerk mitten in unserer Region stehe.

Nirgendwo sonst in der Republik lagere – die Radioaktivität als Maßstab genommen – so viel Atommüll wie eben dort. Seine Kritik: Dass die Regierenden und ihre Abgeordneten 2011 beschlossen haben, die Atomkraftwerke noch bis 2022 weiter laufen zu lassen und dies ohne ausreichende Haftpflichtversicherung und ohne Entsorgung – und dass sie drei Jahre später entschieden haben, den Ausbau gerade der Solar- und Windenergie stark abzubremsen. Sein Fazit: „Es ist fürchterlich, wie viele unserer Volksvertreter sich der geldstarken Lobbymacht von EON, RWE und Vattenfall beugen.“

Zum Reigen der Kurzvorträge zählten zudem Meinungsbeiträge von Gemeinde- und Kreisrätin Margit Stumpp, von Stadtrat Martin Grath und von Ernst Stumpp in der Rolle eines Windkraft-Beteiligten.
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