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Lehrer beklagen Mehrbelastung

In die von Kultusminister Andreas Stoch angestoßene Diskussion über die Notwendigkeit und Form von Weiterbildungen für Lehrer hat sich jetzt auch der Vorsitzende des Ortsverbandes Heidenheim der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eingeschaltet.

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In einer Pressemitteilung macht Gerhard Oberlader auf die wachsenden Mehrbelastungen aufmerksam, mit denen Lehrer gerade am Schuljahresende konfrontiert und nicht nur „bis zum Anschlag“, sondern längst darüber hinaus  beansprucht seien. Stichworte wie Schulfeste, Theateraufführungen, Verabschiedungen, Klassen- und Gesamtlehrerkonferenzen, Bundesjugendspiele, Sporttage, Projektwochen, Schulausflüge und Studienfahrten belegten dies.

„Natürlich hat der neue Heidenheimer Kultusminister vollkommen recht, Betriebspraktika für Lehrer sind wichtig“, erklärt Oberlader in diesem Zusammenhang: „Es wäre aber auch von Vorteil, Lehrer würden ein Praktikum in Jugendhilfeinrichtungen machen, Lehrer von  Regelschulen würden die Sonderschulen kennenlernen und umgekehrt. Um die künftige Perspektiven von Jugendlichen kennenzulernen, wäre auch eine Woche als Hartz -IV-Empfänger von  Vorteil, auch Erfahrungen in einer Jugendvollzugsanstalt wären nicht schlecht oder mal eine Ich-AG ausprobieren, ebenso würden Einblicke in die Jugendpsychiatrie zur Horizonterweiterung einer Lehrkraft beitragen. Nicht unnütz wäre auch ein Einblick in das Vereinsleben verschiedener Vereine, auch Einblicke in die kirchliche Arbeit, unter anderem Gottesdienstbesuche am Sonntag würden den Horizont bei den Lehrkräften  erweitern.“

Mit einem solchen Programm könnte man bei  Lehrern auf Jahre hinaus die Langeweile in den Ferien vertreiben, schreibt der GEW-Vorsitzende, der auf den Münchner Professor Müller-Limmroth verweist, der schon vor 25 Jahren festgestellt habe, dass Lehrer unter Einbezug der Ferien eine 50-Studen-Woche haben – und seither sei viel an Arbeitsverdichtung und Zusatzaufgaben nicht nur bei Lehrern hinzugekommen.
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