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Landkreis stellt mehr Helfer für die Flüchtlinge

Der verstärkte Zustrom von Flüchtlingen erfordert für Landrat Thomas Reinhardt eine "verstärkte Unterstützung und Betreuung dieser hilfsbedürftigen Menschen."

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Im Haushaltsplan 2015 der Landkreisverwaltung sind deswegen 2,5 zusätzliche Stellen vorgesehen: eine Hausmeisterstelle und 1,5 Stellen für sozialpädagogische Betreuung. Weiterhin hat die Kreisverwaltung 150 000 Euro für befristete Personalaufstockungen reserviert. „Das ist sehr konservativ gerechnet“, bedeutete Landrat Reinhardt bei der Vorstellung des Etatentwurfs 2015 den Kreisräten. Dass es in Herbrechtingen gelungen ist, eine relativ große Wohnanlage mit bis zu 120 Plätzen für Flüchtlinge anzumieten, wird für Reinhardt auch zur Folge haben, dass über den bisherigen Rahmen zusätzliches Personal erforderlich wird. Dem Verwaltungsausschuss will Reinhardt eine aktuelle Prognose vorlegen.

Dafür, dass Landrat Reinhardt und Sozialdezernent Anton Dauser persönlich nach Herbrechtingen gekommen waren, um die Anmietung der Liegenschaft an der Bahnhofstraße bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung zu erläutern, dankte der Herbrechtinger Kreisrat Manfred Strauß: „Prima gemacht.“ Auf diese Weise sei es gelungen, der Bevölkerung Ängste und Vorbehalte zu nehmen. Strauß riet dazu, auch in den anderen Gemeinden so zu verfahren, wenn dort in größerer Zahl Flüchtlinge einquartiert werden.

Der zusätzliche Personalbedarf im Flüchtlingsbereich führt auch dazu, dass die Personalkosten der Landkreisverwaltung um knapp eine Million auf 27,8 Millionen Euro steigen wird. Selbst wenn momentan die pauschale Kostenerstattung des Landes in Höhe von 5,4 Millionen Euro den Aufwand des Landkreises für Asylbewerber und Flüchtlinge deckt, bleibt Landrat Reinhardt bei seiner Forderung an das Land nach einer Spitzabrechnung, sprich der vollen Abdeckung der tatsächlichen Kosten. „Bei Zugängen von voraussichtlich über 40 Asylbewerbern pro Monat müssen wir mit einem erhöhten Aufwand rechnen.“ Zudem sollten für Reinhardt die Asylverfahren für Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern erheblich beschleunigt werden, damit abgelehnte Bewerber noch vor der Verteilung in eine Anschlussunterbringung in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden können. „Wir brauchen den Platz für Bürgerkriegsflüchtlinge, die tatsächlich in hohem Maße unsere Unterstützung benötigen.“

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