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Kreis Heidenheim erhält vier Millionen Euro extra

Vier Millionen Euro mehr, als ursprünglich erwartet, erhält der Landkreis Heidenheim an Zuweisungen vom Land. Das Geld wird bitter benötigt für Investitionen.

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Als der Landkreis im Oktober den Haushaltsentwurf 2017 vorstellte, war die Welt noch eine andere. Damals fehlte es an allen Ecken und Enden. Wichtige Gebäude- und Straßensanierungen wurden gestrichen, die Städte und Gemeinden sollten dem klammen Landkreis mit einer höheren Kreisumlage aus der finanziellen Not helfen.

Seit voriger Woche hat sich einiges getan. Der Haushaltserlass 2017 des Landes bringt dem Landkreis Heidenheim knapp 4 Millionen Euro an Mehrerträgen. Allein der Soziallastenausgleich erzielt ein Plus an 1,5 Millionen Euro. Diese frohe Botschaft überbrachte Landrat Thomas Reinhardt am Montag dem Kreistags-Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt. Kreiskämmerer Roland Fuchs sprach sogar davon, dass der Pro-Kopf-Betrag, den das Land überweist, so hoch gestiegen sie wie noch nie. Daran knüpfte der Landrat gleich noch weitere positive Nachrichten: Die Kreisumlage kann bei 35,5 Prozentpunkten bleiben und wichtige Sanierungsarbeiten können begonnen werden.

Diese Nachricht kam den Kreisräten gelegen – nur Grünen-Kreisrat Michael Sautter plädierte dennoch für eine Steigerung der Kreisumlage und argumentierte, damit die Nettoneuverschuldung von 700 000 Euro herunter zu fahren. „Was dem Schäuble recht ist, ist uns nur billig.“ Eine Mehrheit in der nächsten Kreistagssitzung für diesen Vorschlag zeichnete sich nicht ab. Von den 4 Millionen Euro werden rund 1,6 Millionen gleich investiert. Größter Brocken ist der zweite Bauabschnitt zur Sanierung der Kreisstraße zwischen Nattheimer Kreisel und Autobahnauffahrt mit 400 000 Euro. Damit kann dort die Sanierung nahtlos 2017 fortgeführt werden, nachdem der erste Abschnitt vorige Woche fertig geworden ist. Der Landrat verwies darauf, dass es sich mit 7400 Fahrzeugen am Tag um die meist befahrene Kreisstraße handle, sogar auf der B 466 zwischen Söhnstetten und Heidenheim führen weniger.

Zweite größere Investition betrifft das Landratsamt selbst, das so genannte Haus A gleich am Haupteingang. Dort klemmt es beim Brandschutz. Zumindest im Untergeschoss soll dieser nun doch für 370 000 Euro verbessert werden. 2018 soll dann das zweite Obergeschoss dran kommen. Als drittes profitiert auch das in die Jahre gekommene Berufsschulzentrum von der finanziellen Situation. Auf Grundlage der bildungspolitischen Veränderungen, der Schülerzahlentwicklung und den notwendigen Sanierungen will der Landkreis eine Immobilienstrategie 2025 für alle Schulgebäude in seiner Trägerschaft erstellen.

2017 soll dazu der Bestand bei den beruflichen Schulen erfasst werden. Dafür sind 50 000 Euro eingeplant. Für weitere 200 000 Euro wird in erste eine Sanierung des Berufsschulzentrums gesteckt, was die SPD-Fraktion beantragt hatte.

Peter Sinzel, der für die Kreisverwaltung das Gebäudemanagement betreibt, stellte weitere geplante Gebäude-Unterhaltungen vor. 125 000 Euro werden in die Technische Schule gesteckt für EDV-Leitungen, in die KfZ-Werkstatt und in die Heizungsregelung. Die Sporthalle im Berufsschulzentrum soll für 165 000 saniert werden, unter anderem stehen die Duschen auf dem Plan.

Für die Arthur-Hartmann-Schule stehen 125 000 Euro zur Verfügung, davon geht ein Teil in die Sanierung der Mensa. Und 160 000 Euro sind für die Pistoriusschule eingeplant, der Großteil für das marode Flachdach. Sowohl Alfons Jakl (CDU) als auch Walter Macher (SPD) regten an, besser ein anderes Dach zu bauen als das Flachdach zu sanieren. „Die beste Flachdachsanierung ist, ein gescheites Dach drauf zu machen“, so Macher.

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