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Kontrolle: bis zu 40 Prozent Falsches in der Biotonne

Kontrolle tut not. Das hat für Franz Bareth die jüngste Überprüfung von Biotonnen durch den Kreisabfallwirtschaftsbetrieb belegt.

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Das war nicht immer zum Lachen: Kontrollen von Biotonnen brachten viele Fehlwürfe zutage.

Bei rund 3000 brauen Tonnen wurde vor kurzem der Deckel aufgeklappt, um zu sehen, ob darin wirklich nur biologisch abbaubarer Abfall entsorgt wird. 500 Tonnen mussten beanstandet werden. „Das ist keine Schnüffelei“, betonte Franz Bareth, der Leiter des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs gegenüber den Kreisräten im Abfallwirtschaftsausschuss. Schließlich gehe es um die Qualität des Kompostes, der aus dem Bioabfall im Mergelstetter Entsorgungszentrum gewonnen werde.

Im gesamten Kreisgebiet waren stichprobenhaft Biotonnen näher unter Beschau genommen worden. Mit dem richtigen Trennen des Mülls am vertrautesten scheinen die Bewohner ländlicher Gegenden mit vielen Einzelhäusern. Die Beanstandungsquote hier: 6,6 Prozent. Sobald Wohnblocks dazukommen, finden sich mehr Störstoffe in der braunen Tonnen. Quote hier: 12,7 Prozent. In städtischen Gebieten mit vielen Mehrfamilienhäusern kommt es zu den meisten Verstößen: 39,2 Prozent Beanstandungsquote. „Teilweise gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Restmüll- und Biotonne“, so Bareth. Dabei genügten bereits kleine Mengen von Störstoffen, um die Qualität des Kompost zu beeinträchtigen.

Für Bareth steht nach diesem Kontrollgang außer Frage, dass weitere dieser Aktionen folgen müssen, auch wenn diese sehr zeitaufwendig sind. Die Haushalte, bei denen sich Restmüll in der Biotonne fand, wurden vom Abfallwirtschaftsbetrieb angeschrieben. „In 15 Sprachen“, so Bareth. Sollten bei weiteren Kontrollen wieder Verstöße bemerkt werden, drohte Bareth Konsequenzen an. „Das muss ins Geld gehen“ Ein Entzug der Biotonne sei aber gegenwärtig nach der Abfallsatzung nicht möglich. Bareth ging aber davon aus, dass diese entsprechend geändert werden könnte. Im Oktober will man betriebsintern das weitere Vorgehen erörtern. Auch CDU-Kreisrat Dieter Zeeb forderte Konsequenzen bei Fehlverhalten. „Kontrollen allein genügen nicht.“

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