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Kirche baut neuen Kindergarten in Schnaitheim

Pfarrer István Gegö weiß, es ist eine mutige Entscheidung, die der Kirchengemeinderat von St. Bonifatius getroffen hat: Die katholische Gemeinde wird im Baindt einen neuen Kindergarten bauen. Auf zwei Millionen Euro werden die Kosten geschätzt, das Architekturbüro Wittmann ist bereits mit der Planung befasst.

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Die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius wird einen neuen Kindergarten im Baindt bauen. Dazu müssen das alte Gebäude und die anliegenden Wohnungen abgerissen werden. Ende 2013 soll der zweistöckige Neubau zwei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen aufnehmen.  Foto: 

Es waren nicht die Kosten allein, welche für Diskussionen im Gremium gesorgt hatten. Für den Neubau des Kindergartens müssen das bestehende Gebäude und zusätzlich die drei angrenzenden vermieteten Wohnungen abgerissen werden. „Das mag bei manchem vielleicht Besorgnis auslösen“, befürchtet Pfarrer Gegö, der aber heute bereits versichern kann, dass die Kirchengemeinde die Mieter bei ihrer Suche nach einer neuen Unterkunft unterstützen wird.

Ursprünglich hatte man gedacht, die im Süden an Kindergarten und Gemeindezentrum angrenzende Fläche für den Neubau zu nutzen. Doch seit dem Jahr 2006, so die Mitteilung der Stadtverwaltung an die Kirchengemeinde, ist diese Wiese als Polderfläche ausgewiesen und damit als potenzielle Überschwemmungsfläche nicht bebaubar.

Eine Sanierung und Erweiterung des im Jahre 1968 gebauten Kindergartens wurde wegen der Kosten verworfen. „Das wäre noch teurer gekommen“, meint Pfarrer Gegö. Zudem wäre man mit An- und Umbauten rasch an bautechnische Grenzen gestoßen. Das eigentlich zentrale Problem, das nicht nur die Kindergartenleitung seit Jahren umtreibt, wäre so zu lösen gewesen. „Der Kindergarten platzt aus allen Nähten“, sagt Edith Müller. Gegö selbst war es gewesen, der als neuer Pfarrer die Kirchengemeinderäte aufgefordert hatte, „großzügiger“ zu denken. „Keine halbe Lösungen“, so seine Vorgabe und Grundüberlegung. Wenn Kinder uns wichtig seien, dann müssten diese uns auch einen Neubau wert sein.

Im bisherigen Regelkindergarten mit verlängerten Öffnungszeiten waren zwei Gruppen untergebracht. Der neue Kindergarten wird Kinder von null bis sechs Jahre aufnehmen. Zu den zwei Kindergartengruppen kommen in dem zweistöckigen Gebäude zusätzlich zwei Krippen. Den Bedarf gerade an diesen Plätzen für bis zu drei Jahre alte Kinder schätzt Edith Müller als sehr hoch ein, weil es in Schnaitheim bisher kein solches Angebot gebe. In Gesprächen mit der Stadtverwaltung, bei der es um eine Einbindung der Schnaitheimer Vorstellungen in den städtischen Kindergartenbedarfsplan wie um einen Finanzierungsanteil der Kommune geht, ist die Gemeinde bereits eingetreten. Auf kommenden Sonntag hat Pfarrer Gegö eine Gemeindeversammlung im Anschluss an den Gottesdienst angesetzt, bei der im Kreis aller interessierten Gemeindemitglieder das Vorhaben gründlich dargestellt werden soll. Beginn ist gegen 11.20 Uhr.

Gegö macht keinen Hehl daraus, dass er Kosten auf die Kirchengemeinde zurasen“ sieht, selbst wenn auch die Diözese das Vorhaben finanziell unterstützen werde. Andererseits sei jetzt der Zeitpunkt sehr günstig und richtig, da nach gesetzlicher Vorgabe ab 2013 Kinder unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz haben werden.

Vorgesehen ist der Abriss der Gebäude im Januar nächsten Jahres. Die Einweihung des Kinderhauses ist dann für das vierte Quartal 2013 vorgesehen.

„Ich bin fast glücklich, wenn ich die Pläne sehe“, sagt Pfarrer István Gegö mit Blick auf die ersten Entwürfe des Architekten, die in den kommenden Wochen auch mit dem Personals des Kindergartens im Detail besprochen werden. Seitens des Kirchengemeinderats wird Rémy Pochon, passenderweise ein ausgebildeter Bauingenieur, das Vorhaben begleiten.

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