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Kinderheim Mittelrain: Wo jedes Kind ein Pferd hatte

Das Caritas-Kinderheim Haus Dorothee im Mittelrain gibt Kindern und Jugendlichen seit 50 Jahren ein Zuhause – und feiert das.

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Ein Zuhause für Kinder ist das Haus Dorothee im Mittelrain nun schon seit 50 Jahren. Das wird am kommenden Wochenende gefeiert. Das Team um Leiterin Corina Reuß (li.) ist mit Herz dabei.  Foto: 

Das Haus Dorothee soll für Kinder und Jugendliche ein Ort zum Wohlfühlen sein. Das heilpädagogische Kinder- und Jugendheim der Caritas steht mitten im Wohngebiet Mittelrain – und das nunmehr seit 50 Jahren. Dieses Jubiläum feiert die Einrichtung am Sonntag, 13. November, mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der Versöhnungskirche Mittelrain und einem anschließendem gemütlichen Beisammensein.

1966 konnte sich die Ordensschwester Christa Rauer einen Traum erfüllen und mit dem Caritasverband für Württemberg das Haus Dorothee als Pflegenest eröffnen. Rauer nahm Babys auf und lebte mit ihnen in der Einrichtung. „Die Säuglinge sind hier groß geworden“, erzählt Corina Reuß, Leiterin der Jugendhilfe Einrichtung. Nach 20 Jahren wurde das Haus unter neuer Leitung in ein heilpädagogisches Kinder- und Jugendheim umgewandelt. Seitdem gibt es zu der Wohngruppe eine Tagesgruppe.

Die Einrichtung hat sechs stationäre und vier teilstationäre Plätze für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren. Reuß und ihre Kollegen sehen diesen Altersunterschied sehr positiv: „Die große Mischung ist eine Bereicherung, über die wir froh sind.“

Neben den zehn festen Mitarbeitern sowie einigen Teilzeit- und Aushilfskräften gibt es auch tierische Unterstützung. „Wir haben ein Pferd, das in Heuchstetten steht“, sagt Isabel Schach, Koordinatorin des Hauses Dorothee. Eine Besonderheit, die Schwester Christa ins Leben gerufen hatte. Zu ihrer Zeit hatte sogar jedes Kind ein eigenes Pony. Mit einer fest eingestellten Reittherapeutin können die Kinder des Hauses Dorothee auch heute noch schöne Momente mit und auf ihrem Pferd Mimi genießen.

Wichtig im Haus Dorothee ist der familiäre Rahmen, denn die Kinder sollen sich wohl, sicher und wert geschätzt fühlen. „Hier gibt es alles, was jedes Kind zu Hause braucht,“ erklärt Reuß.

Der enge Bezug zu dem Haus wird auch durch das Interesse an der Jubiläumsfeier sichtbar. „Ich freue mich, dass viele ehemalige Kinder zugesagt haben“, sagt Reuß. Kinder sind es natürlich lange nicht mehr. Die meisten haben in den 1990er-Jahren im Haus Dorothee gewohnt und sind bereits über 30 Jahre alt. Diese Verbundenheit, die noch heute zu dem Haus besteht, sei das Besondere, so Reuß. Dazu tragen auch die Therapeuten bei. Eine Pflegerin kümmert sich sogar schon seit 42 Jahren um die Kinder.

Für die Zukunft wünschen sich die Mitarbeiter eine Renovierung des Gebäudes. Insbesondere an Räumlichkeiten fehlt es. So musste das Besprechungszimmer einem Zimmer für die Kinder weichen. Das Büro wurde in den Keller verlegt.

Doch trotz der räumlichen Enge seien die Erzieher stets mit Herz bei der Arbeit. „Ich wünsche mir, dass das Haus weiter besteht, denn es ist ein guter Ort für Kinder“, erklärt Reuß.

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