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John-Charles Simon: „Wir wollen eine aktive Stadt, in der man sich auch wohl fühlt“

Zukunftsvisionen und ein erfolgreiches vergangenes Jahr standen für den Vorsitzenden John-Charles Simon im Fokus der Hauptversammlung.

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„Wir wollen keine Schlafstadt“, appellierte John-Charles Simon bei der Hauptversammlung des Heidenheimer Dienstleistungs- und Handelsvereins (HDH) im Hallamt vor allem an Oberbürgermeister Bernhard Ilg. „Wir wollen eine aktive Stadt, in der man sich auch wohl fühlt“, ergänzte der Vorsitzende. Mit diesen Worten spielte er auf die Zukunft Heidenheims an, für die er einige Visionen und Trends vom Handelstag in Nürtingen mitgebracht hatte. Thema Nummer eins sei dabei die Digitalisierung in der Stadt gewesen.

„Es geht nicht um die Frage, ob wir die digitale Transformation gut oder schlecht finden, sondern wie wir damit umgehen“, sagte Simon. Dabei spielten beispielsweise öffentliche Hotspots eine große Rolle. Als weiteres Beispiel nannte er öffentliche „Chill-Ecken“ in der Stadt. „In Cham hat man sich getraut, mitten in der Fußgängerzone eine Sofa-Insel zu bauen, mit USB-Stick-Plätzen, an denen man auch sein Handy aufladen kann“, erläuterte er. Simon geht davon aus, dass so etwas in der südlichen Hauptstraße gut angenommen werden würde.

Auch für einheitliche Werbung in der Stadt hatte der HDH-Vorsitzende eine Idee dabei: „Monitore in der Fußgängerzone, auf denen man die wichtigsten Dinge einfach mal plakativ darstellen kann.“ Damit sei man 24 Stunden für Bürger sowie Touristen da.

Vor dem Kauf online informieren

Zudem sprach Simon sich ganz klar für die sogenannten „Smart Natives“, sprich Handybesitzer, aus. Oft würde sich darüber beschwert, dass Handys und Computer den Einzelhändlern das Geschäft kaputt machen, dabei gehe es vor allem um den „Informationshunger vor dem Kauf“. Denn sehr viele junge Menschen informierten sich vorher via Internet über die Produkte, die sie letztlich im Laden kaufen. Meist führten Faktoren wie zu weite Entfernungen, keine Verfügbarkeit im Laden oder Zeitnot zu Online-Käufen.

Für extrem wichtig hält Simon auch eine ansprechende, professionelle Webseite und eine aktive Präsenz in den sozialen Netzwerken. Und genau damit wolle man beim HDH nun auch beginnen. „Die Werbegemeinschaft HDH und Schloss Arkaden planen den Aufbau einer neuen Webseite für Handel, Gastronomie und Dienstleistung“, verkündete Simon. Aufbau und Design stehen bereits fest, nun werde nach einer passenden Agentur gesucht. Unter dem Motto „Heidenheim – Die Einkaufsstadt, die alles hat“ solle vor allem auch die Google-Optimierung im Vordergrund stehen. Das Vorhaben wird in den kommenden zwölf Monaten umgesetzt. „Das ist keine Sache, die Sie Geld kosten wird“, appellierte er an sein Publikum. Ein Teil des Mitgliedbeitrags fließe ein.

Abseits der digitalen Ebene zeigte sich der HDH-Vorsitzende sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr. Besonders das Geschäft mit den städtischen Einkaufsgutscheinen „City Schexs“ laufe sehr gut. 194 Geschäfte seien derzeit daran beteiligt. Kritik äußerte Simon hingegen an der Einstellung mancher Einzelhändler, die bei der langen Einkaufsnacht ihre Geschäfte bereits um 22 Uhr schlossen.

City Schexs kommen gut an

Ziele des HDH für 2018 sind, die City Schexs weiter zu etablieren, mehr Mitglieder zu gewinnen, die Vernetzung auszubauen, Filialisten einzubinden und neue Aktionen und Events auf die Beine zu stellen. Auch wenn es nicht immer einfach sei, passende Termine zu finden, so sei es auch kein Weltuntergang, wenn mal mehrere Veranstaltungen auf einen Tag fallen – wie verkaufsoffener Sonntag, Fußball und Motocross.

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