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Idee aus Offenburg schmückt Heidenheimer Bahnhof

Seit Montag stehen vor dem Heidenheimer Bahnhof die ersten „Warmnachtsbäume“ – eine Art öffentliche Weihnachtsbäume für Bedürftige. Die Idee dazu stammt aus Offenburg, nach Heidenheim brachte die ungewöhnliche Spendenaktion die 30-jährige Daniela Rieß.

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Einen öffentlichen Weihnachtsbaum für Bedürftige schmückte Daniela Rieß gestern vor dem Bahnhof.  Foto: 

Seit gestern hängen an den Bäumen vor dem Heidenheimer Bahnhof viele bunte Plastiktüten. In den Tüten befinden sich Mützen, Schals, Decken sowie andere Kleidungsstücke für den Winter. Doch auch Hundefutter und diverse andere Sachspenden sind in den Beuteln. Alles kann von Bedürftigen abgeholt werden. Die ganze Aktion nennt sich „Warmnachtsbaum“ und kommt aus Offenburg.

Die gebürtige Heidenheimerin Daniela Rieß erfuhr über die Facebookgruppe „Du weißt, dass du aus Heidenheim bist“ von der ungewöhnliche Spendenaktion und brachte die Idee schließlich nach Heidenheim. „Ich will damit Bedürftigen Menschen helfen – vor allem Obdachlosen“, sagt die 30-Jährige. Denn sie weiß über die Sorgen und Nöte von Obdachlosen aus eigner Erfahrung. 2008 war die gelernte Kinderpflegerin selbst drei Monate ohne Dach über dem Kopf. „Vor allem in den Wintermonaten ist es das nicht einfach“, sagt sie. Deshalb legte sie am 14. Dezember den Grundstein für die ungewöhnliche Spendenaktion. Über das Internet gewann sie viele Helfer, von denen auch am Montag eine Handvoll am Bahnhof eintraf. Sie unterstützen Rieß tatkräftig beim Aufhängen der Spenden an den Bäumen und hatten auch selbst viele Tütchen mit Spenden dabei.

Wie überdimensionale Christbaumkugeln hängen die vielen Gaben nun erstmal am Baum und warten darauf von Bedürftigen abgeholt zu werden. Daniela Rieß hatte bereits seit Tagen für ihre „Warmnachtsbäumchen“ getrommelt. Sie gab bei der Wohnungslosenhilfe Bescheid und sprach auch Menschen in der Fußgängerzone an.

In den nächsten Tagen wird Rieß selbst als „Baumwärterin“ dafür sorgen, dass kein Müll abgeladen wird. Sowohl von der Caritas, als auch von der Stadtverwaltung bekam die 30-Jährige großen Zuspruch für ihr Engagement. Das wird sie noch bis Ende Januar weiterführen. Dann zieht Rieß nach Dortmund. Sie hofft aber, dass jemand anderes die Aktion weiterführen wird. Denn bis zum Ende des Winters sollen vor dem Heidenheimer Bahnhof die Beutel mit Gaben für Bedürftige gesammelt werden.

Was danach mit den Sachen passiert, weiß die gebürtige Heidenheimerin noch nicht. „Es wird hoffentlich alles abgeholt und kommt dorthin, wo es gebraucht wird“, sagt sie.

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