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Hitzewelle hat Mensch und Natur gehörig im Schwitzkasten

Die Rekordtemperaturen dieser Tage gehen selbst abgebrühtesten Wasseruhren auf den Zeiger: Die Zählerstände steigen, markieren aber zumindest im Kreis Heidenheim noch keine Rekordmarke.

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Wasser umspült den gesamten Alltag, an dem jeder Heidenheimer im Durchschnitt immerhin 130 Liter verbraucht– eine an sich schon durchaus respektable Menge, doch hält die Sonne mal länger voll auf die erhitzte Kundschaft drauf, strömt deutlich mehr Nass durch das 260 Kilometer lange Hauptleitungsnetz der Heidenheimer Stadtwerke.

Trotzdem steht das Energieversorgungsunternehmen selbst bei Spitzennachfrage nicht auf dem Trockenen. So holten die Wasserwerker am zurückliegenden Sonntag ohne viel Federlesen 9975 Kubikmeter Wasser aus dem bis zu 150 Meter tiefer gelegenen Karstgrund der Schwäbischen Alb. Durchschnittlich werden täglich zwischen 8000 und 9000 Kubikmeter hochgepumpt.

Die höchste Tagesförderung in der jüngeren Geschichte der Heidenheimer Stadtwerke geht auf einen Juni-Tag des Jahres 2003 zurück, an dem 13 744 Kubikmeter quellfrisches Wasser geschöpft worden sind. Unterm Strich geht der Wasserverbrauch in Heidenheim tendenziell zurück– im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent, was Stadtwerke-Pressesprecher Ingo Wolf mit dem bewussten Umgang der Verbraucher und dem vermehrten Einsatz wassersparender Haushaltsgeräte erklärt.

Aktuell aber heißt es„Wasser marsch“, auch und gerade im Heidenheimer Waldbad. Allein ins Schwimmerbecken passen 2,5 Millionen Liter rein, die in diesen Tagen gewaltig Wellen schlagen. Am Sonntag, als die Quecksilbersäule des Thermometers über sich hinaus wuchs, strömten 8463 Besucher ins Freibad, wo zumal im Nichtschwimmerbassin sowie im in dieser Saison neu in Betrieb genommenen Kinderbecken fast nur noch Stehplätze zu bekommen waren. Engpässe machten sich auch auf dem Festland bemerkbar, ging den gleichfalls dicht bevölkerten Liegewiesen doch spätestens am Nachmittag allmählich das Grün aus. Was wiederum auch in der unmittelbaren Umgebung der bestens frequentierten Freizeitstätte zu sehen war: Der Parkplatz-Suchverkehr erstreckte sich von der verstopften Jahnstraße bis weit in die Scheidemannstraße hinein und war auch noch für die in der Reute beheimateten Anwohner zu spüren.

Der unfallfrei verlaufene sonntägliche Ansturm aufs Waldbad markiert die bisherige Rekordmarke dieser Saison, die nur 74 Besucher unter jener Zahl liegt, die vor genau einem Jahr den 23. August zum Rekordtag 2011 gemacht hatte. Allerdings war man auch damals noch ein gutes Stück vom Spitzenwert entfernt, der an einem glutheißen Julitag des Jahres 2003 mit sensationell anmutenden 12 300 Badegästen erreicht worden war. Bei der Stadtverwaltung ist man mit dem jüngsten sonntäglichen Ergebnis freilich sehr zufrieden, nährt die sprunghafte Zunahme der Besucherzahl bei der für die Bäder zuständigen Geschäftsstellenleiterin Rosemarie Croonen doch die Hoffnung, dass man am Ende der noch bis zum 9. September laufenden Freibadsaison eine erfolgreiche Bilanz vermelden kann. Derzeit ist man der schlechten letztjährigen Saison immerhin schon um rund 35 000 Besucher voraus und nur noch 13 000 vom Endstand 2011 entfernt– was angesichts der meteorologischen Begleitumstände gerade mal eine Sache weniger Tage ist.

Wer befürchtet, im Waldbad oder am Badesee als Grillhähnchen zu enden, findet als Heidenheimer die nächstgelegene Alternative in der Aquarena. Tatsächlich flüchteten sich am Sonntag rund 700 Personen in den Schatten des Hallenbades, das am Wochenende nach mehrwöchiger Revisions- und Reinigungs-Pausewieder zum erstenmal geöffnet war. Solche sommerlichen Schübe kann das Sport- und Freizeitbad gut vertragen, hielt die sanierungsbedingte Schließung in diesem Jahr doch deutlich länger an als geplant. Zudem sind die Besucherzahlen bereits 2011 um 7,5 Prozent auf rund 205 000 Personen zurückgegangen.

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