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Historisches LZB-Gebäude bleibt kein Geisterhaus

Kreissparkasse: Der Verkauf des historischen Gebäudes der Landeszentralbank ist perfekt. Als erstes werden Handwerker, dann Mieter einziehen.

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Der Eigentümerwechsel ist vollzogen, der Schlüssel – auch symbolisch – übergeben. Im Bild Horst Enßlin (links), Uwe Maier, Hans-Jürgen Stäudle und Dieter Steck.  Foto: 

Seit Dienstag ist der Kaufvertrag unter Dach und Fach, und gestern wurde der Deal publik gemacht: Das Haus der ehemaligen Landeszentralbank wird von neuen Eigentümern wieder mit Leben gefüllt.

Längere Zeit lag dieses längst von allen Geldströmen links liegen gelassene Bankhaus im Schatten der Stadtentwicklung, doch seit aus dem Ploucquet-Areal das gleichnamige City-Quartier geworden ist und sich die Projektentwickler dort weiter voran arbeiten, steht der historische Bau im öffentlichen Blickfeld. Und spätestens seit alle Spekulationen über einen möglichen Abriss beseitigt waren und der Erhalt feststand, war auch das Interesse potenzieller Käufer geweckt. Darunter zwei ortsansässige Investoren, die jetzt zugegriffen haben: Hans Jürgen Stäudle, Mitinhaber der Steuerberatungssozietät KHS, und Uwe Maier, Inhaber des gleichnamigen Heidenheimer Holzbauunternehmens.

Auf Verkäuferseite ist man davon überzeugt, das Objekt nicht nur in neue, sondern in ausgesprochen gute Hände gelegt zu haben. Bei der Auswahl unter zuletzt drei ernsthaften Interessenten habe man hohe Maßstäbe an die Integration in das künftige Aral und an eine adäquate Nutzung legen können, so Dieter Steck, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heidenheim. Zudem hätten die Erwerber bereits an anderer Stelle mit einem gemeinsam von ihnen erworbenen denkmalgeschützten Gebäude bewiesen, dass sie ein solches Projekt erfolgreich entwickeln können. Gemeint ist ein Engagement am Bodensee, wo das Duo mit einem Sanierungsobjekt auf Schloss Kirchberg von sich reden macht – eine historische Anlage, die auf dem Gemeindegebiet von Immenstaad liegt.

Auch die jetzt in Heidenheim erstandene Immobilie soll saniert werden. Dabei will man behutsam und in Abstimmung mit dem städtischen Baurechtsamt und mit der Stuttgarter Denkmalbehörde vorgehen. Unter anderem soll geklärt werden, ob in dem 1903 errichteten Gebäude ein Aufzug eingebaut werden kann, um einen behindertengerechten Zugang zu ermöglichen. Man sehe sich gut gerüstet, um den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden, sagt Uwe Maier, dessen Betrieb derzeit mit zwei weiteren Großobjekten in der Denkmalsanierung tätig ist. Die oberen Etagen sollen nach Angaben von Hans-Jürgen Stäudle in drei exklusive Wohnungen mit Größen zwischen 100 und 140 Quadratmeter umgewandelt werden. Das Erdgeschoss soll 250 Quadratmeter Platz für Gewerbeeinheiten bieten, etwa für Ärzte, Physiotherapeuten oder Anwälte.

In die Vorgespräche mit Interessenten war auch Geschäftsführer Horst Enßlin von der Essinger Wohnbau eingebunden. Sein Rat war gefragt, weil der Projektentwickler dabei ist, das unmittelbare Umfeld der ehemaligen LZB zu gestalten und auf ein ganzheitliches Konzept Wert legt. Als erstes wird Ende April auf dem südlich gelegenen Areal mit einem Neubau der Evangelischen Heimstiftung begonnen. Anfang 2018 folgt der zweite Bauabschnitt auf dem Gelände der abgerissenen Sparkassen-Hauptstelle, wo Bauten für verschiedene Wohnformen entstehen.

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