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Hinkelmann verlässt das Heidenheimer Landratsamt

Nach fast 43 Jahren im Bereich Bau und Umweltschutz verabschiedet sich der Abteilungsleiter in den Ruhestand. Er blickt auf eine spannende Zeit zurück.

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Seit Anfang März im Ruhestand: Rainer Hinkelmann.  Foto: 

Bau, Wasser, Abfall, Immissionsschutz – in all diesen Themen ist Rainer Hinkelmann, der Fachbereichsleiter für Bau, Umwelt und Gewerbeaufsicht, Spezialist. Als er im Jahr 1974 im Landratsamt, im damaligen Baurechtsamt, Abteilung Wasserrecht, anfing, war dies alles andere als sein Wunschgebiet gewesen. „Das hatte ich nicht einmal im Studium, davon hatte ich wirklich gar keine Ahnung.“

Das hat sich freilich schnell geändert. Zum Eintritt in den Ruhestand, jetzt im März, ist Hinkelmann überzeugt, dass es nicht besser hätte kommen können: „Das Ordnungsamt wäre mir zu trocken gewesen, das Sozialamt zu emotional“, so der 65-Jährige.

Hinkelmann kam 1974 zum Landratsamt Heidenheim

Begonnen hat Hinkelmann seine Verwaltungslaufbahn mit der Ausbildung an der Fachhochschule in Kehl. Im Juli 1974 kam der gebürtige Ramminger zum Landratsamt Heidenheim. Seiner Heimat Langenau blieb Hinkelmann aber weiterhin treu. „Anfangs dachte ich, diesen Job mache ich in Heidenheim maximal ein Vierteljahr, inzwischen sind über 42 Jahre daraus geworden.“

Drei Jahre später wurde Hinkelmann zum Leiter des neu gegründeten Umweltschutzamtes ernannt. Ein Amt, das damals genau zwei Mitarbeiter, aber jede Menge Themen hatte: vom Planfeststellungsverfahren für die Autobahn bis zur Einrichtung der Kreismülldeponie in Nattheim. Mehrfach wurde das Amt umbenannt, peu à peu kamen Bereiche wie Immissionsschutz, Bauwesen, Wasser- und Bodenschutz und zuletzt die Gewerbeaufsicht hinzu, bis daraus der heutige rund 30 Mitarbeiter starke Fachbereich Bau, Umwelt und Gewerbeaufsicht wurde.

Besonders der Natur- und der Klimaschutz hat massiv an Bedeutung gewonnen. „Als es um die Immissionsschutz ging, hat Artenschutz noch gar keine Rolle gespielt.“ Heute, so Hinkelmann, sei das unvorstellbar. Gerade die Windkraftverfahren seien der derzeit wohl spannendste Bereich in diesem Aufgabengebiet. „Auch, weil bei so vielen Komponenten der Ausgang immer offen ist. Das ist spannend, aber sehr aufwendig – da braucht man super Leute.“

Hinkelmann: Eine spannende Zeit geht zu Ende

Die ständigen Veränderungen sind es, die die vergangenen Jahrzehnte für Hinkelmann zu einer extrem spannenden Zeit gemacht haben. „Mir hat immer die Breite des Aufgabenbereichs gut gefallen und die technische Komponente“, erzählt er begeistert.

Zugute kam ihm bei allem, dass er die Themen oftmals von der anderen Seite kennt: als Kommunalpolitiker. Seit 36 Jahren sitzt Hinkelmann im Gemeinderat von Langenau. In seiner Heimatstadt engagiert sich Hinkelmann nicht nur politisch, sondern auch in sportlicher Hinsicht. Früher selbst auf dem Fußballplatz aktiv, als Spieler, Jugendleiter, Schiedsrichter und bis zu seinem 51. Lebensjahr bei den Alten Herren, beschränkt sich sein aktiver Einsatz zwischenzeitlich auf das Anfeuern der beiden mittlerweile erwachsenen Kinder beim Fußball oder Handball. Das Mehr an Zeit will Hinkelmann nun nutzen, um wieder eine Jugendmannschaft beim Fußball zu übernehmen und beim Marketing der Handballer mitzuhelfen.

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