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Hilfe zur Selbsthilfe durch 300.000 Jahre Erfahrung

Seit mehr als 30 Jahren gibt der Senior Experten Service Hilfe zur Selbsthilfe im In- und Ausland. Ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte im Ruhestand unterstützen Unternehmen bei diversen Fragen und Problemen – auch im Kreis Heidenheim.

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Jens Kinzler (links), Juniorchef der gleichnamigen Firma in Neresheim, ersuchte die Hilfe des Senior Experten Services. Deren Regionalbeauftragter für Ostwürttemberg, Götz R. Endres, konnte erfolgreich vermitteln.  Foto: 

Jens Kinzler ist Juniorchef des gleichnamigen Stahlbau-Unternehmens in Neresheim. In Sachen Planung und Kalkulation sah er in seiner kleinen Firma noch Optimierungsbedarf und wandte sich deshalb hilfesuchend an die Handwerkskammer. Diese verwies auf den Senior Experten Service (SES), eine gemeinnützige Organisation der Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit mit Sitz in Bonn. Deutschlandweit mehr als 10 000 ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte kommen zusammen auf gut 300 000 Jahre Arbeitserfahrung und bieten ihr Wissen kleinen und mittleren Unternehmen, Organisationen, Kammern, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen an – sowohl im In- als auch im Ausland.

Einer dieser Experten ist Horst Penthaler aus Aichach. Der gelernte Diplom-Ingenieur, Fachrichtung Maschinenbau, war bis vor wenigen Jahren bei einer großen Firma im Raum Augsburg beschäftigt und entschied sich dann, seine Kenntnisse SES zur Verfügung zu stellen – ein Glücksfall für Stahlbau-Kinzler. Über einen Zeitraum von einem halben Jahr wurde effektiv zusammengearbeitet, 15-mal war der 65-jährige Ingenieur in Neresheim. „Er hat sehr viel für uns gemacht“, berichtet der Juniorchef.

Und damit ist er nicht der Einzige. 17 Experten konnte Götz R. Endres, SES-Regionalbeauftragter für die Regionen Ostwürttemberg, Ulm und Alb-Donau, in den vergangenen zwei Jahren an Betriebe aus seinem Gebiet vermitteln. Darunter auch eine Druckerei aus Großkuchen, der es an Marketingstrategien mangelte.

Mehr als 40 Fachbereiche, vom Handwerk bis zur Verwaltung, werden vom SES abgedeckt. „Nur Insolvenzfälle betreuen wir nicht“, sagt Götz R. Endres. Die Experten seien unabhängige Ratgeber und können für ihre Tipps keine Verantwortung übernehmen.

Etwa 200 der zahlreichen Spezialisten kommen aus der Region, bleiben es für ihre Hilfeleistung aber meist nicht. So führen ihre Aufträge die Ruheständler oftmals ins Ausland. Ob Ghana, die Philippinen, Indien oder Brasilien, Flugangst sollten die ehrenamtlichen Helfer jedenfalls nicht haben. Doch des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid. „Vor drei Jahren gab es einen regelrechten Streik gegen die vielen Einsätze außer Landes“, verrät Endres. Seither werde verstärkt auf Aufträge aus Deutschland gesetzt, getreu dem Erfolgsmodell „Hilfe zur Selbsthilfe“ und dem Motto „Zukunft braucht Erfahrung“.

Erfahrung, die von den Experten ehrenamtlich zur Verfügung gestellt wird. Lediglich eine Aufwandsentschädigung von 15 Euro pro Beratungstag sowie Übernachtungs- und Reisekosten werden erstattet. Ein Modell, das aufzugehen scheint: Seit seiner Gründung im Jahr 1983 hat der SES über 30 000 Einsätze in mehr als 160 Ländern abgeschlossen.

Dennoch: „Etwa 70 Prozent der Experten bekommen nie einen Auftrag. Entweder, weil ihre Qualifikation zu fachspezifisch ist, oder weil es davon zu viele gibt“, erklärt Endres. So gebe es immer wieder auch Helfer, die ihre Registrierung aus Frust zurückziehen. „Dabei ist diese vollkommen unverbindlich und natürlich kostenlos. Und wir sind ständig auf der Suche nach Zuwachs“, so der Wahl-Herbrechtinger. „Denn die Experten sind ja bereits im Ruhestand und können das nicht ewig machen. Nur so können wir unser breites Spektrum aufrecht erhalten.“

Info Der Senior Experten Service ist ständig auf der Suche nach ehrenamtlichen Spezialisten. Wer seine Kenntnisse im Ruhestand weitergeben möchte, kann sich im Internet unter www.ses-bonn.de informieren.
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