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Heute Abend kommt der Super-Mond

Der Astronomieverein erklärt, wie das seltene Ereignis zustande kommt und wo man es anschauen sollte.

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Der Supermond ist noch seltener als eine Mondfinsteris, wie die im Jahr September 2015 aufgenommene.  Foto: 

Heute ist Vollmond. Das ist eigentlich nichts Besonderes, aber diesmal schon, denn der Mond wird an diesem Tag so groß erscheinen wie seit fast 70 Jahren nicht, so der Heidenheimer Astronomieverein.

Dass der Mond nicht immer gleich groß erscheint, hat damit zu tun, dass seine Bahn um die Erde nicht exakt kreisförmig ist, sondern, wie Johannes Kepler vor rund 400 Jahren herausfand, eine leichte Ellipsenform hat. Dadurch ändert sich laufend der Abstand von der Erde: im erdnächsten Punkt der Bahn, dem Perigäum, beträgt er 356 400 km, im erdfernsten (Apogäum) 406 700 km. Natürlich durchläuft der Mond das Perigäum jeden Monat einmal, aber nur wenn zugleich Vollmond ist, bekommen wir einen Riesen- oder Supermond zu sehen. Dann erscheint er um ein rundes Siebtel größer als ein normaler Vollmond. Das geschieht nicht oft – zuletzt 1948, das nächste Mal 2034.

„Wir würden den Mond gerne im Fernrohr unserer Sternwarte zeigen“, sagt Willi Hüll, der Vorsitzende des Astronomievereins, „aber leider ist gerade der Vollmond denkbar ungünstig für eine Fernrohr-Beobachtung.“ Der Grund: er bekommt das Sonnenlicht sozusagen direkt ins Gesicht (eben deshalb ist Vollmond), die Berge und Krater werfen dann keine Schatten und sind darum auch bei kräftigen Vergrößerungen nur schlecht bis gar nicht zu sehen.

„Deshalb empfehlen wir, am Montag Abend mal zu Hause aus dem Fenster zu schauen“, meint Hüll, „und dann gelegentlich bei Halbmond zu einem Beobachtungsabend in die Sternwarte zu kommen – da kommt das Sonnenlicht von der Seite, und der Mond sieht im Fernrohr phantastisch aus.“

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