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Heidenheimer Start-Up Conclurer hilft Unternehmen bei der Digitalisierung

Noch im Wirtschaftsinformatik-Studium gründeten sie ihr Start-up. Mit der App „Edelog“ helfen Philipp Reiner und Marvin Scharle Unternehmen bei der Digitalisierung von Prozessen.

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Sie haben die Anwendung „Edelog“ (siehe Screenshots), mit der Unternehmen zum Beispiel ihre Arbeitsprozesse digitalisieren können, entwickelt: die Conclurer-Geschäftsführer Marvin Scharle (links) und Philipp Reiner (rechts) sowie die beiden Entwickler Florian Hafner (Zweiter von links) und Valentin Knabel.  Foto: 

Bereits 2011 gründeten Philipp Reiner und Marvin Scharle das Start-up-Unternehmen Conclurer – noch vor dem Studium der Wirtschaftsinformatik. Drei Jahre später erfolgte der Studienabschluss, seither führen die beiden das Unternehmen hauptberuflich und beschäftigen mittlerweile sechs feste Mitarbeiter, einen Praktikanten und immer wieder Studenten der Hochschulen in Aalen und Ulm.

Als Dozenten sind die beiden 24-Jährigen in regelmäßigem Kontakt mit Studenten der Dualen Hochschule in Heidenheim – was von Vorteil sein kann, wenn man in den kommenden Jahren weiter wachsen will. Mit dem Programm „Edelog“ hat der IT-Dienstleister jedenfalls ein Leistungsangebot für Unternehmen entwickelt, mit dem sich diese bei der Digitalisierung von alltäglichen Prozessen und Arbeitsabläufen leichter tun können. „Eine bestimmte Firma hat ja in ihrem Bereich das nötige Wissen und entsprechende Kompetenzen. Und mit .Edelog' kann es möglich sein, diese Potenziale digital zu nutzen“, erklärt Marvin Scharle.

Nutzen deutlich machen

Doch bis zu diesem Punkt ist es für viele Unternehmen ein weiter Weg: „Der typische mittelständische Maschinenbauer sieht im ersten Moment nicht, welchen Nutzen er von der Digitalisierung hat“, fasst Philipp Reiner den regelmäßigen Tenor aus Beratungsgesprächen zusammen. Deshalb müsse man klar darlegen, wie eine Investition in ein Programm wie „Edelog“ der Firma helfe, sich weiter zu verbessern. „Die Firma investiert also einen festen Pauschalbetrag, wir liefern das Wertversprechen, dass es funktioniert“, so Reiner. Wichtige Herausforderung sei dabei, das Risiko der Investition für das Unternehmen so gut es geht zu minimieren, so Reiner. „Und es gibt in vielen Firmen große Baustellen, die durch die Digitalisierung abgebaut werden können“, so der Conclurer-Geschäftsführer.

Für die Kunden von Conclurer, zu denen unter anderem auch die Firma Voith, die Spedition Schwarz aus Herbrechtingen sowie die Heidenheimer Stadtverwaltung gehören, werden in der Friedrichstraße 3, wo die beiden Firmengründer vor einigen Jahren Büroräume angemietet haben, jeweils auf den Kunden zugeschnittene, spezielle Lösungen gebaut, mit denen dieser dann weiterarbeiten beziehungsweise wiederum mit den eigenen Kunden zusammenarbeiten kann. „Wir haben dafür praktisch einen modularen Baukasten, der knapp 80 Prozent der wiederkehrenden Anforderungen erfüllt. Vielen bieten wir auch gleich die Komplettlösung an“, so Marvin Scharle.

Dass in dieser Zusammenarbeit nicht immer alles reibungslos klappt, ist ein Erfahrungswert, den die beiden Start-up-Gründer über die vergangenen Monate lernen mussten. „Firmen wollen zwar keine Software von der Stange, am besten soll trotzdem schnell ein individuelles Ergebnis zu sehen sein. Wir müssen also konkret zeigen, wie man mit .Edelog' Geld einsparen kann“, sagt Philipp Reiner.

Zunächst nur Nebenerwerb

Angefangen haben die einstigen Wirtschaftsstudenten eine Nummer kleiner. War Conclurer während des Studiums ein Nebenerwerb, ging es danach richtig zügig zur Sache – und somit war auch rasch die Frage beantwortet, ob die beiden bei ihren Ausbildungsbetrieben (zwei große Heidenheimer Unternehmen) bleiben wollen oder nicht. „Wir hatten schon damals Aufträge für ein Jahr im Voraus“, so Reiner. Also war die Entscheidung für den Schritt in die Selbstständigkeit keine schwere. „Wenn wir es machen, dann jetzt“, blickt Scharle zurück.

Langfristig wollen die Conclurer-Geschäftsführer weg von der reinen Softwareentwicklung, mit der sie die Firma einst aufgebaut haben. Stattdessen möchte man das gesamte Paket aus Software und Beratung für neue Kunden anbieten, wozu dann auch eine weitere Personalaufstockung im Raum stände. „Wir sind jedenfalls noch nicht an dem Punkt angelangt, dass wir zufrieden sind mit dem, wo wir heute stehen“, sagt Philipp Reiner.

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