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Heidenheim will das Landeskinderturnfest ausrichten

Auf die Stadt Heidenheim und örtliche Sportvereine kommt eine Großveranstaltung zu. Im kommenden Jahr richtet der Schwäbische Turnerbund hier sein großes Landeskinderturnfest aus: ein Kraftakt der personellen wie finanziellen Art.

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Das Landeskinderturnfest 2014 wird Heerscharen junger Leute nach Heidenheim bringen: Zuletzt hat der Schwäbische Turnerbund diese Großveranstaltung 2011 in Neckarsulm inszeniert.  Foto: 

Die außergewöhnliche Dimensionen dieses Ereignisses lässt sich allein schon an zwei Zahlen ablesen. Während des mehrtägigen Festes wird Heidenheim zwischen 5000 und 6000 Kinder beherbergen, und die Stadt wird für diese Heerscharen junger Leute nicht nur Gastgeberin sein, sondern auch in die Rolle des Mitfinanziers schlüpfen und sich mit 150 000 Euro an diesem Vorhaben beteiligen.

Die bereits seit Längerem laufenden Vorbereitungen für das Großereignis liegen in den Händen des in Stuttgart sitzenden Schwäbischen Turnerbundes (STB), der mit der Stadt Heidenheim eine Kooperation vereinbart hat. Nach etlichen Gesprächen ist der zwischen beiden Partnern abgestimmte Vertragsentwurf, der auch die finanzielle Beteiligung der Stadt Heidenheim regelt, unterschriftsreif und soll nun noch Ende dieses Monats zwischen Oberbürgermeister Bernhard Ilg und dem Turnerbund offiziell besiegelt werden. Dazu wird Wolfgang Drexler ins Heidenheimer Rathaus kommen. Der SPD-Politiker ist Vizepräsident des baden-württembergischen Landtages und übt auch das Amt des Präsidenten des Schwäbischen Turnerbundes aus.

Das letzte Fest fand 2011 statt

Der STB ist mit mehr als 666 000 Personen in rund 1760 Mitgliedsvereinen der größte Sportfachverband in Baden-Württemberg. Der Dachverband gliedert sich regional in 15 Turngaue, darunter der Turngau Ostwürttemberg, zu dessen Schwerpunkten das Kinderturnen zählt und dem bei der Organisation des Landeskinderturnfestes 2014 mit eine Schlüsselrolle zukommt. Vorsitzender dieses mit seiner Geschäftsstelle in Aalen sitzenden Turngaus ist Karlheinz Rösler, der der Vertragsunterzeichnung nicht vorgreifen und zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Detailinformationen zu der Großveranstaltung veröffentlichen will.

Nach Auskünften des Schwäbischen Turnerbundes ist das letzte von ihm organisierte Landeskinderturnfest 2011 in Neckarsulm veranstaltet worden. In den Jahren 2012 und 2013 habe sich kein Ausrichter gefunden, so Pressesprecher Alexander Kruse, der darauf verweist, dass diese Veranstaltung seit 2010 im Wechsel, also mal im württembergischen, mal im badischen Verbandsgebiet stattfindet.

Im Internet findet sich eine Stellungnahme des Turngaus Ostwürttemberg, aus der hervorgeht, dass in jüngerer Zeit vielfach über eine jährliche Durchführung des Landeskinderturnfestes – „teils kontrovers“ – diskutiert worden ist. Dabei schwingt in erster Linie die Sorge mit, dass die wichtigste Veranstaltung des Turngaus, das Gaukinderturnfest, bei einer jährlichen Wiederkehr des Landeskinderturnfestes für die Teilnehmer an Reiz verlieren, also eine Konkurrenz darstellen könnte.

Auch bei den örtlichen Vereinen keine Jubelstürme

In diesem Zusammenhang wird auch der wachsende zeitliche und personelle Aufwand angesprochen, den die Organisation und Abwicklung stetig neuer auf den Markt kommender Angebote und Veranstaltungen nach sich zieht und der sich angesichts eines Landeskinderturnfestes nochmals „enorm erhöht“. Trotz dieser Bedenken sieht man sich aber nicht als Bremser, zumal man getrost auf die Rolle des Vorturners verweisen kann, die gerade der Turngau Ostwürttemberg bei der Organisation von Landeskinderturnfesten in den Jahren 2001 und 2009 in der Region gespielt hat.

Landeskinderturnfest in Heidenheim: Auch bei den vor Ort ansässigen Sportvereinen hat diese Nachricht nicht durchweg Jubelstürme zu entfachen vermocht, ist eher auf geteiltes Echo gestoßen. Manche Vereine waren und sind teilweise bis heute tendenziell zurückhaltend, was die an sie gerichteten Erwartungen hinsichtlich der Mitorganisation dieser Großveranstaltung angeht. Aus Sicht des Veranstalters immerhin scheint inzwischen alles in trockenen Tüchern zu sein. Dem Vernehmen nach werden für die Betreuung der aus dem ganzen Land anreisenden Kinder um die 700 Helfer benötigt.

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