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Heidenheim schafft neue Beratungsstelle für Inklusion

Die Arbeitsgemeinschaft Inklusion Heidenheim verstärkt jetzt ihre Bemühungen, behinderten Kindern einen selbstbestimmten Platz in der Gesellschaft zu ermöglichen: In der Bergstraße wird eine Aufklärungs- und Beratungsstelle zur Förderung der Inklusion im Kreis Heidenheim eröffnet.

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Das Experten-Team in der Aufklärungs- und Beratungsstelle zur Förderung von Inklusion im Landkreis Heidenheim: von links Silke Emge, Petra Dörflinger und Birgit Blankenhorn-Hafner.  Foto: 

Die neue Einrichtung findet sich in der Bergstraße 52, wo die Arbeitsgemeinschaft Inklusion, „Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen Heidenheim e. V. “ ohnehin mit ihrer Geschäftsstelle vertreten ist. Die Bedeutung dieser Inklusionsstelle lässt sich schon an der Gästeliste für die morgige offizielle Eröffnung ablesen. So wird neben dem Landkreis-Sozialdezernenten Anton Dauser auch Kultusminister Andreas Stoch anwesend sein, wenn von Dr. Alexandra Palzer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, die Hintergründe dieser weithin beispielhaften Initiative erläutert werden.

In ihrer Arbeit haben die Akteure dieser seit mehr als 25 Jahren bestehenden Arbeitsgemeinschaft Inklusion die Erfahrung gemacht, dass viele Eltern, die ihr Kind inklusiv betreuen bzw. beschulen lassen wollen, angesichts der wachsenden Vielfalt bestehender Unterstützungsangebote verstärkt Rat nachfragen. „Immer mehr Eltern wünschen sich für ihr Kind mit Behinderung umfassende Teilhabe und wohnortnahe Bildungswege,“ sagt Alexandra Palzer, die unter Inklusion seit jeher einen sehr umfassenden Ansatz und Anspruch versteht: selbstverständlich mitten in der Gesellschaft zu leben.

Büro in der Bergstraße als zentrale Anlaufstelle

Das neue Büro in der Bergstraße versteht sich denn auch als zentrale Anlaufstelle für alle Eltern, Familien und Angehörigen von Kindern und Jugendlichen, die Wegweisung und Begleitung auf inklusiven Wegen suchen. Auch Lehrer und Erzieher sowie weitere am Thema interessierte Menschen sind gern gesehene Gäste in diesem Büro, mit dem der in der Arbeit der Selbsthilfe-Organisation verankerte Inklusions-Gedanke eine feste und gute Adresse hat.

Die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung stehen auch im Mittelpunkt der „Aktion Mensch“, von der die Heidenheimer Beratungsstelle mit 66 500 Euro unterstützt wird. Mit diesem finanziellen Engagement fördert diese Soziallotterie 80 Prozent der Personalkosten, womit 1,5 Personalstellen eingerichtet werden können: verteilt auf drei Fachkräfte, die im vorschulischen, schulischen und außerschulischen Bereich eine qualifizierte Beratung zu bieten vermögen. Weitere benötigte Gelder, wie den Eigenanteil an den Personalkosten, die Einrichtung des Büros sowie alle weiteren Ausgaben für öffentliche Veranstaltungen, Werbemittel und vieles mehr, müssen vom Verein aus eigenen Kräften bestritten werden.

Sprechzeiten und Kontakt

Die Arbeit der wohnortnah konzipierten Beratungsstelle wird Kreise ziehen, will man doch neben der eigentlichen Beratungsarbeit auch in Arbeitskreisen und Netzwerkgremien mitwirken, um die Schaffung einer inklusiven Infrastruktur im Landkreis voranzutreiben, Teilhabe noch mehr gesellschaftsfähig zu machen und Barrieren aller Art abbauen zu helfen. In dieses Handlungsfeld passt auch ein bereits am 7. März geplanter Workshop, der sich an Eltern sowie pädagogisches Fachpersonal aus Kindergärten und Schulen richtet und von der Erzieherin und Fachkraft für inklusive Pädagogik Petra Dörflinger geleitet wird (Anmeldungen unter Tel. 07321.92 48 522). Das Thema ist Programm: „Inklusion – es ist normal, verschieden zu sein“.

Info Die Sprechzeiten der Beratungsstelle zur Förderung von Inklusion sind montags und dienstags von 9 bis 15 Uhr, mittwochs von 14 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung.
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