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Heidenheim macht 16,5 Millionen Euro für neue Bibliothek locker

3564 Quadratmeter Nutzfläche soll das neue Bibliotheksgebäude haben, das die Stadtverwaltung auf dem heutigen Gefängnis-Areal plant. Insgesamt geht man von Baukosten in Höhe von rund 16,5 Millionen Euro aus. Dem Gemeinderat wird am Donnerstag das Raumkonzept vorgestellt.

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Es ist ein riesiges Projekt, das die Stadtverwaltung im Herzen der Innenstadt verwirklichen will. Dass Heidenheim dringend eine neue Bibliothek benötigt, weil die Räume im Elmar-Doch-Haus viel zu knapp bemessen sind, ist seit vielen Jahren bekannt. Lange wurde über verschiedene Standorte diskutiert, doch nachdem im Juli bekannt geworden war, dass das ungeliebte Gefängnis inmitten der Stadt noch in diesem Jahr geschlossen werden soll, warensich die Verantwortlichen schnell einig: Hier entsteht die neue Bibliothek.

Doch nicht nur das: Wie aus den aktuellen Planungen hervorgeht, plant die Stadt nach dem Abriss der Justizvollzugsanstalt den Bau eines Hauses der Bildung und Begegnung. In diesem soll nicht nur die Stadtbibliothek neuen Raum finden. Vielmehr ist angedacht, auch das Kreismedienzentrum als Mieter in dem Neubau unterzubringen. Mit einziehen soll auch das städtische Archiv. Darüber hinaus könnte den Vorstellungen der Verwaltung zufolge auch noch ein Restaurant, etwa im Dachgeschoss des Neubaus, eingerichtet werden, das auch über die Öffnungszeiten der Bibliothek hinaus betrieben wird.

Ein bereits erarbeitetes Raumkonzept für die städtische Bibliothek sieht vor, dass neben Flächen für die Präsentation und Bereitstellung aktueller Medien ein Schwerpunkt im Bereich der Information, aber auch Aufenthaltszonen, Arbeitsplätze und Selbstlernbereiche geschaffen werden sollen. Die Aufenthaltszone für Besucher soll durch ein integriertes Lesecafé ergänzt werden.

Außerdem sieht das Raumprogramm Seminarräume für Schulungen und einen Veranstaltungsraum für kulturelle Ereignisse vor, in dem bis zu 150 Personen Platz finden können. Diese Räume, so die Planung, sollen von Stadtbibliothek und Kreismedienzentrum gemeinsam im didaktischen und medialen Bereich genutzt werden können. Das erklärte Ziel der Verwaltung ist, eine Bibliothek zu errichten, die Treffpunkt für alle Bürger der Stadt sein soll. Doch wird das Vorhaben seinen Preis haben. In dem Vorschlag, der dem Gemeinderat bei seiner Sitzung am Donnerstag unterbreitet wird, ist von voraussichtlichen Kosten in Höhe von 16,5 Millionen Euro die Rede. Hinzu kommen noch 1,8 Millionen Euro für die Ausstattung eines Restaurantbetriebs, der allerdings extern vergeben werden soll. Die Verwaltung geht davon aus, dass durch die Einbeziehung des Gefängnisareals ins Sanierungsgebiet Fördermittel inHöhe von rund drei Millionen Euro in Anspruch genommen werden können.

Die Stadtverwaltung hat vor, einen Architektenwettbewerb für die Gestaltung des Areals auszuschreiben, der das knapp 3200 Quadratmeter große Gefängnisgelände, aber auch die angrenzende Helmut-Bornefeld-Straße, die Christianstraße und den kleinen Kreisel beim Rathaus umfasst. Zur Teilnahme am Wettbewerb sollen Arbeitsgemeinschaften aus Stadtplanern, Architekten und Innenarchitekten aufgefordert werden.

Der Wettbewerb soll den Planungen zufolge im Januar 2013 ausgelobt werden, eine Entscheidung soll dann im Juli 2013 erfolgen. Derzeit gehen die Verantwortlichen davon aus, dass mit einem Bau im Sommer 2014 begonnen werden kann, die Fertigstellung könnte dann nach zweijähriger Bauzeit im Sommer 2016 erfolgen.

InfoÜber die neue Bibliothek diskutiert der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung. Auf der Tagesordnung stehen auch die Haushaltsreden der Fraktionen. Die Sitzung beginnt am Donnerstag, 15. November, um 16 Uhr im Emil-Ortlieb-Saal des Rathauses.

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