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Heidenheim droht kein Erdgas-Engpass

Auch wenn Russland am Gashahn dreht, lassen die Heidenheimer Stadtwerke ihre Kundschaft nicht in der Kälte stehen: Weder Privathaushalte noch Industriekunden, so das Versprechen, müssen Versorgungsengpässe befürchten.

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Auch wenn in Pipelines der Druck abfällt: Erdgas, so die Stadtwerke, wird in Heidenheim nicht knapp.

Da und dort im Lande haben Energieversorger schon kalte Füße bekommen. Weil weniger russisches Erdgas nach Süddeutschland kommt und Lieferanten regionaler Versorgungsunternehmen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, sind mancherorts Industriekunden aufgefordert worden, ihre Kessel nach Möglichkeit abzustellen oder aber den Hebel umzulegen und auf einen anderen Brennstoff umzustellen.

Nicht so in Heidenheim. „Unsere Kunden können auf eine zuverlässige Versorgung mit Erdgas vertrauen“, sagt Ingo Wolf, Pressesprecher der örtlichen Stadtwerke. Zwar bedient man sich auch in Heidenheim in einem gewissen, nicht näher zu beziffernden Maße aus den aus dem Osten kommenden Pipelines, zeigt sich aber bestrebt, keine Hysterie zu schüren, sondern die Dinge ins richtige Verhältnis zu setzen. So weist man in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Russland letztlich nur ein Drittel des gesamten deutschen Energieaufkommens beisteuert und ebenfalls liefernde Länder wie Norwegen und die Niederlande bei zusätzlich anfallender Nachfrage ihre Kontingente aufstocken können.

Die Stadtwerke AG hat die Erdgasbeschaffung eigenen Angaben zufolge schon vor einigen Jahren unabhängig von den großen Energiekonzernen aufgebaut. So bezieht man das kostbare Naturgas von mehreren Vorlieferanten, die nach wie vor die vereinbarten Mengen nach Heidenheim bringen. Die Stadtwerke-Lieferanten wiederum beziehen Gas aus verschiedenen Regionen und können zudem auf Vorratsspeicher zurückgreifen: 47 Unter-Tage-Speicher können an 40 Standorten in Deutschland gut 21 Milliarden Kubikmeter Umschlagmenge aufnehmen, was rund einem Viertel des deutschen Jahresbedarfs entspricht. Momentan, so weiß man es bei den Stadtwerken, sind diese Gasspeicher zu rund 64 Prozent gefüllt.

Eine große Reserve, auf die man in Heidenheim jedoch nicht alleine baut. Ein erprobtes Zusammenspiel ermöglicht es den Stadtwerken, die Gasversorgung auch vor Ort zu unterstützen. So können beispielsweise Heizkraftwerke bivalent betrieben, also in Zeiten erhöhten Gasbedarfs kurzfristig von Gas auf Öl umgestellt werden, womit die so freiwerdenden Gasmengen zusätzlich für den Markt zur Verfügung stehen. Ein weithin sichtbares Zeichen für Versorgungssicherheit stellt die große Gaskugel in der Meeboldstraße dar, deren Inhalt zur Abdämpfung eines hohen täglichen Spitzenbedarfs an den kältesten Tagen dient.

In diesem Jahr war das bisher der 6. Februar. Bei einer Tagesdurchschnittstemperatur von minus 15 Grad stieg der Gasverbrauch auf rund 626 000 Kubikmeter, nachdem der durchschnittliche Absatz im Zeitraum von Oktober 2011 bis Januar 2012 noch bei rund 340 000 Kubikmeter und damit rund zehn Prozent unterhalb der Vorjahreswerte gelegen hatte.

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