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Heavy Metal: Heidenheimer Tradition soll wiederbelebt werden

Ein Tübinger Konzertveranstalter will musikalische Traditionen in Heidenheim wieder aufleben lassen und bringt für den Anfang „Grave Digger“ und „Stormwitch“ auf die Lokschuppen-Bühne.

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Haudegen in Sachen Heavy Metal: die Band „Grave Digger“ aus Gladbeck.  Foto: 

Heidenheim ist ein Landkreis mit langer Heavy-Metal-Tradition – das ist eine Behauptung, die sich untermauern lässt: Mit „Stormwitch“ und „Brainstorm“ stammen zwei Metal-Bands von hier, die vielen Freunden verzerrter Gitarren auf wohl allen Kontinenten ein Begriff sind, dazu kamen über die Jahrzehnte hinweg etliche weitere Formationen, die sich mehr oder wenige erfolgreich im Namen musikalischen Schwermetalls verdient machten. In Clubs und Hallen der Region machten einst auch größere Namen der Szenen Station. Freilich, man muss das zurzeit in der Vergangenheitsform berichten, denn in den vergangenen Jahren kam das metallische Konzertgeschehen bis auf wenige rühmliche Ausnahmen immer weiter zum Erliegen.

Vielleicht aber kann auch diese Feststellung bald der Vergangenheit angehören, denn im Oktober wird im Heidenheimer Lokschuppen Anlauf genommen, das Konzertleben zu beleben.

Fortsetzung möglich

Hinter dem Anlauf steckt das in Tübingen beheimatete Unternehmen „Borila Entertainment“, das sich in eine Plattenfirma und eine Künstlervermittlung gliedert. Federführend wird sich „Borila“-Mitarbeiter Andreas Löffelad um zunächst drei Konzerte im Lokschuppen kümmern, mit Option auf eine Fortführung der kleinen Reihe. Heidenheim sei verkehrstechnisch günstig gelegen, spiele im Tourplan der meisten Bands bislang aber kaum eine Rolle. Auch den Lokschuppen hält Löffelad, der unter anderem mit der musikalisch ähnlich gelagerten „Dynamite Night“ in Crailsheim Erfahrung sammelte, durchaus geeignet für Metal-Veranstaltungen.

Den Startschuss können Fans am Montag, 2. Oktober, gleich mit einem musikalischen Urgestein erleben: „Grave Digger“ aus Gladbeck ist seit mehr als dreieinhalb Jahrzehnten international unterwegs und aktuell auf Tour mit dem neuen, programmatisch betitelten Album „Healed by Metal“, dem 19. der Band um Sänger Chris Boltendahl, die übrigens schon zweimal im Landkreis zugange war, und zwar 2013 und 2015 beim Festival „Rock am Härtsfeldsee“ in Dischingen.

Mit dabei die Band „Ela“, eine aus Karlsruhe stammende Metal-Band, die ihr aktuelles Album „Second reality“ vorstellen wird. Und auch hier gibt es einen wenn auch kleinen Lokalbezug: „Ela“-Gitarrist Ralf Stoney und Schlagzeuger Michael Kasper gehörten schon einmal zu einer früheren „Stormwitch“-Besetzung. Noch mehr Lokalkolorit verspricht am Dienstag, 31. Oktober, das Konzert der bereits erwähnten Band „Stormwitch“. Frontmann Andy Mück und seine in Teilen neu besetzten „Masters of Black Romantic“ spielen nach etlichen Jahren wieder einmal in Heidenheim und werden sicher auch Songs des für Anfang des Jahres 2018 geplanten neuen Albums vorstellen, dazu etliche Klassiker der 1980er-Jahre, der sicherlich erfolgreichsten Zeit der Band. Tags zuvor, am Montag, 30. Oktober, gibt es einen kleinen Stilbruch in Richtung Punkrock.

Dann nämlich sollen Freunde der „Ärzte“ und der „Toten Hosen“ zum Zuge kommen: Die Coverband „Alex im Westerland“ spielt ausschließlich Hits der beiden deutschen Bands.

Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf im Ticketshop des Pressehaus in Heidenheim erhältlich.

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