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Fürsamen II: neue Bauplätze werden ab Oktober vermarktet

Nördlich des Neubaugebiets Fürsamen I laufen noch immer die archäologischen Ausgrabungen. Doch mittlerweile ist hier auch schweres Gerät aufgefahren, denn in der direkten Nachbarschaft der Ausgrabungen haben ganz andere Tiefbauarbeiten begonnen: die Erschließung des Baugebiets Fürsamen II.

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Lange hat es gedauert bis jetzt endlich die Bagger angerückt sind. Etliche Jahre zog sich der Beginn der Erschließung hin, und das trotz der Tatsache, dass OB Bernhard Ilg seit Jahren beklagt, dass die Stadt zu wenig Bauplätze anzubieten hat. Grund für den verzögerten Baubeginn waren der Verwaltung zufolge die archäologischen Ausgrabungen. Denn bereits vor mehr als 2000 Jahren war das Gebiet am Brenzufer von Menschen besiedelt, was die zahlreichen Spuren, die sie im Erdboden hinterlassen haben, beweisen. Aus diesem Grunde geht auch hier– wie an vielen anderen Stellen in Heidenheim – ohne archäologische Voruntersuchungen in Sachen Neubebauung gar nichts. Zwar sind die Bereiche, die für die Erschließung benötigt werden, schon seit geraumer Zeit aus archäologischer Sicht freigegeben, die Vergabe der Erschließung war jedoch erst im Frühjahr an die Stadtwerke erfolgt.

Deren Tochterunternehmen Hellenstein Generalbau GmbH hat nun damit begonnen, die notwendige Infrastruktur für den zweiten Teil des Fürsamens zwischen Brenzpark und Schnaitheim zu bauen. Das rund 18 000 Quadratmeter große Gelände wird durch zwei Straßen von der Straße Im Fürsamen aus zugänglich sein. Verbunden werden der Georg-Elser-Weg und der Wilhelm-Leuschner-Weg mittels einer in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Straße.

In den kommenden Monaten sollen die Tiefbauarbeiten im Wilhelm-Leuschner-Weg erfolgen. Dazu gehört die Verlegung von Abwasserkanälen ebenso wie die Anbindung an die Energie- und Wasserversorgung und ans Telekommunikationsnetz. Außerdem werden Baustraßen für den Baustellenverkehr angelegt.

Einer Pressemitteilung der Stadtwerke zufolge will man die beiden Straßenzüge sukzessive erschließen. In der ersten Phase, die voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein wird, finden die Bauarbeiten im vorderen Teil des Wilhelm-Leuschner-Wegs, und damit im Anschluss an den bereits bebauten Fürsamen I statt. Die zweite Phase sieht vor, den Georg-Elser-Weg,der weiter in Richtung Schnaitheim angelegt wird, zu erschließen. Dies soll den Planungen zufolge bis Mitte 2013 geschehen.

Bei der Stadtverwaltung geht man davon aus, dass noch in diesem Jahr die ersten vier Grundstücke fertig erschlossen sind. Wie der städtische Pressesprecher, Wolfgang Heinecker, auf Anfrage mitteilte, sollen diese Grundstücke bereits im Oktober in die Vermarktung gehen. Im Mai dieses Jahres hatte der Gemeinderat die Grundstückspreise festgelegt. Inklusive der Erschließung belaufen sichdie Kaufpreise für Einzel- und Doppelhaus-Grundstücke an der Brenz in der östlichen Reihe auf 200 Euro pro Quadratmeter, für die restlichen Grundstücke auf der Ostseite auf 185 Euro. Für Einzel- und Doppelhaus-Grundstücke in der Mitte müssen Käufer 165 Euro pro Quadratmeter bezahlen, Reihenhaus-Grundstücke an der Westseite des Neubaugebiets (an der Bahnlinie) kosten 135 Euro pro Quadratmeter.

Nach wie vor können junge Familien die Grundstücke günstiger erwerben. Sie erhalten den Grund bis zu einer Größe von 500 Quadratmetern 25 Prozent günstiger. Die Vergünstigung betrifft allerdings nur den Grundstückspreis, die Erschließungskosten müssen voll bezahlt werden.

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