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Frau als Chef: auch in der Region eine Minderheit

Je kleiner das Unternehmen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Frau in der Firmenleitung findet: So könnte man die Ergebnisse einer Umfrage der IHK Ostwürttemberg vom November 2012 beschreiben.

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Bei Kleingewerbetreibenden wird jeder dritte Betrieb von einer Frau geführt, bei im Handelsregister eingetragenen Firmen sind nur 14 Prozent der Stellen mit Führungsfunktion von Frauen besetzt.

Es gibt auch deutliche Branchenunterschiede: In der Industrie gibt es nur 15 Prozent Frauen in den Führungsriegen, im Handel sind es 30 Prozent, bei den Dienstleistern 29 Prozent.

Die IHK Ostwürttemberg ist kein Verfechter der Frauenquote: „Eine systematische Förderung und Beteiligung von Frauen auf allen Führungsebenen ist zielführender als eine symbolische Quote“, heißt es in dem Bericht. Dass die Wirtschaft mittlerweile Interesse an Frauen in Führungspositionen hat, habe wirtschaftliche Gründe: Man könne auf keine qualifizierte Führungskraft mehr verzichten, stellt die IHK fest – gleichgültig, ob Mann oder Frau.

Elke Müller-Jordan (im Vorstand der Heidenheimer Volksbank) ist Mitglied im Vorstandsnetzwerk „Frauen Finanz Forum“. Dieses hat festgestellt, dass es in Deutschland insgesamt rund 1800 Kreditinstitute gibt, aber nur etwa 200 weibliche Vorstandsmitglieder. Mehr als 60 Prozent aller Beschäftigten im Finanzsektor sind weiblich. Dem Argument, dass nicht genügend Kandidatinnen für Führungsposten vorhanden seien, widerspricht das Vorstandsnetzwerk entschieden.

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