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Flüchtlinge aus Syrien arbeiten im deutschen Forst

Seit August wird Flüchtlingen im Landkreis Heidenheim während der Bearbeitung ihres Asylantrags eine gemeinnützige Beschäftigungsmöglichkeit im Staatswald geboten.

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Hans Mickley (Mitte links) und Moritz Burr (Mitte rechts) zusammen mit den Asylbewerbern Mohamadlouai Aljazairi (ganz links) und Sabah Mohammad (ganz rechts) im Wald bei Sontheim/Brenz.

Seitdem arbeiten die Syrer Mohamadlouai Aljazairi und Sabah Mohammad, die beide in einer Heidenheimer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht sind, im Staatswald, genauer gesagt im Forstrevier Sontheim/Brenz. Für die Zukunft ist geplant, die beiden künftig auch im Wallenhau bei Steinheim zu beschäftigen.

Derzeit gehören die Kontrolle und Pflege von Jungbäumen und deren Schutz vor Konkurrenzvegetation sowie der Bau und die Instandhaltung von Hochsitzen zu den Aufgaben der beiden Männer. Unterhaltungs- und Pflegemaßnahmen im Wald sowie beim Bau von Jagdeinrichtungen – diese Arbeiten kommen für die beiden Syrer in Frage, ausgeschlossen sind dagegen Tätigkeiten mit Maschinen.

Mohamadlouai Aljazairi und Sabah Mohammad werden im Forst von einem erfahrenen Waldarbeiter im Vorruhestand angeleitet und unterstützt: Hans Mickley aus Niederstotzingen. Ebenfalls an dem Projekt beteiligt ist Moritz Burr, der derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Landratsamt macht. Wie Mickley berichtet, ist das Projekt trotz anfänglicher Verständigungsschwierigkeiten gut angelaufen. Die beiden Männer aus Syrien arbeiten derzeit an drei Tagen pro Woche acht Stunden im Wald. Und seien dabei – trotz der teils recht schwierigen Arbeitsbedingungen im Wald – hoch motiviert.

Grundsätzlich haben Asylbewerber die Möglichkeit, einer gemeinnützigen zusätzlichen Arbeit nachzugehen. Im Landkreis Heidenheim werden bislang von der Landkreisverwaltung, von Städten und Gemeinden sowie von Kirchen und Wohlfahrtsverbänden solche Beschäftigungsmöglichkeiten geboten. Auch der Landesbetrieb Forst BW unterstützt die Initiativen zur Beschäftigung von Asylbewerbern. Somit konnte das neue „Waldprojekt gemeinnützige Arbeit im Staatswald“ im Landkreis Heidenheim als Gemeinschaftsprojekt der beim Landratsamt im Fachbereich Wald und Naturschutz angesiedelten unteren Forstbehörde und des Stabsbereichs Migration und Ehrenamt realisiert werden.

Info: Bei einer gemeinnützigen zusätzlichen Arbeit sind monatlich maximal 100 Stunden möglich, nach Asylbewerberleistungsgesetz gibt es einen Stundenlohn von 1,05 Euro.

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