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EU-Abgeordnete Gräßle (CDU) will mehr Tempokontrollen

Die Zahl der Verkehrstoten sinkt, aber der EU sinkt sie längst nicht schnell genug. Auch die Europaabgeordnete Dr. Inge Gräßle macht sich für mehr Kontrollen stark – nur so seien Tempolimits durchzusetzen.

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Kann nicht nur Tempo messen: Der Blitzer in Neu-Bolheim zählt auch den vorbeifließenden Verkehr.

Ihr erklärtes Ziel, die Zahl der Verkehrstoten innerhalb von zehn Jahren zu halbieren, hat die EU-Kommission laut der Europaabgeordneten Dr. Inge Gräßle verfehlt: Nach den jüngsten Veröffentlichungen wurden im Jahr 2009 bei Unfällen in den EU-Staaten rund 34.500 Menschen getötet.

„Etwa 27.000 sollten es im Jahr 2010 nach den Vorgaben der Kommission sein“, so Gräßle in einer Pressemitteilung. „Wir haben in den vergangenen Jahren schon einiges erreicht“, sagt sie mit Blick auf circa 54.000 Verkehrstote im Jahr 2001.

„Doch in unseren Bemühungen, den Straßenverkehr für alle Beteiligten sicherer zu machen, dürfen wir nicht nachlassen.“ Fünf Personen wurden im vergangenen Jahr beispielsweise auf den Straßen im Landkreis Heidenheim getötet (laut Polizeiangaben, die Autobahn nicht mitgerechnet). Drei von ihnen waren Fußgänger, die innerhalb von Ortschaften von Autos erfasst worden waren und später ihren schweren Verletzungen erlagen. Die Opfer waren 15, 81 und 89 Jahre alt.

„Dank technischer Neuerungen sind Autos in den vergangenen Jahren immer sicherer geworden“, so die EU-Parlamentarierin, „doch die Fahrer müssen künftig verstärkt für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer sensibilisiert werden.“ Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bringe ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern innerorts. „Ein solches Tempolimit bringt aber nur etwas, wenn dessen Einhaltung auch kontrolliert wird“, mahnt Inge Gräßle.

Info Für ein Tempolimit stark macht sich unter anderem die europäische Bürgerinitiative „30 km/h – macht die Straßen lebenswert“. Weitere Informationen unter de.30kmh.eu
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Kommentare

20.07.2013 13:30 Uhr

Recht einfach gedacht...

...ist es einem so vielseitiges Gebiet wie Verkehr und den darin vorkommende Unfälle allein mit vermehrten Geschwindigkeitskontrollen Herr werden zu wollen! Die Unfalltoten könnten auf NULL reduziert werden - man führe einfach 10 Km/h innerorts ein - nur ist DAS die Lösung?!

Wovor in Deutschland immer noch gerne Augen und Ohren zugemacht wird ist das immer größer werdende Gefahrenpotenzial immer älter werdender Fahrzeugführer... Und auch hier soll nicht verallgemeinert werden, aber es ist eben auch ein Aspekt dieses komplexen Themas! BTM/Alkohol wie schon angesprochen von Hr. Schlemmer, die teils katastrophalen Zustände der Straßen die ebenfalls Unfall-Potenzial gerade genug in sich bergen - so einfach wie es sich Frau Gräßle hier macht ist es eben nicht ...

Was hingegen zutrifft: Geschwindigkeitskontrollen sind am einfachsten umzusetzen und am lukrativsten für den Staat!

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18.07.2013 10:29 Uhr

Blitzer

Hier fühlen sich wieder einige im Kontrollwahn!!!
Würde man sich die Unfallzahlen mal wirklich genau anschauen, dann gibt es viele Unfälle heraus aus Wintersituationen, Radfahrerunfälle, und alkoholbedingkten Nachtfahrten. Wenn mir jemand erklärt, wie man mit Tempokontrollen Glatteis stoppt, Vorfahrtsrüpel fängt oder Leute daran hindert im Vollsuff Auto zu fahren, dann bin ich dabei, ansonsten sind das nur leere Worthülsen und Wahlkampfgetöse von ahnungslosen Selbstdarsteller.

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