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Ein neuer alter Wanderweg für 300.000 Euro

40 Millionen Deutsche wandern, sagt man. Mehr als bisher sollen diese, die Müllers Lust in sich spüren, in den Landkreis Heidenheim kommen. Dafür erstellt derzeit federführend die Landkreisverwaltung ein Wanderwegkonzept. Dessen Kern ist ein 130 Kilometer langer Weitwanderweg.

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Seit 2006 kann man rund um Heidenheim im Zeichen des Schäfers wandern. Den Namen Schäferwanderweg übernimmt der Landkreisverwaltung für den künftigen 130 Kilometer langen Fernwanderweg durch das Kreisgebiet. Für diesen gibt es freilich eine andere Beschilderung.

Die Tourismusregion Schwäbische Alb möchte zu einem der ersten Wanderziele im Mittelgebirgsbereich werden. Und der Landkreis möchte seinen Teil dazu beitragen. Das bedeutet zuerst einmal Ausgaben in Höhe von 300 000 Euro. Damit sollen Weitwanderweg und eine Handvoll davon abzweigender Tagesrundwanderwege kartiert, gerichtet und einheitlich ausgeschildert werden. Damit sollen zudem entlang des Wanderweges Erlebnisbereiche entstehen und damit soll eine Werbekampagne finanziert werden.

Dank Mittel aus dem EU-Förderprogramm Leader müssen Kommunen, der Landkreis und Sponsoren nur die Hälfte der Kosten tragen. Weil das Leader-Programm aber Ende 2014 ausläuft, muss das Konzept bis dahin umgesetzt sein. „Ein sportliches Ziel“, meinte Monika Suckut, die Fachfrau für Touristik beim Landratsamt. Vor dem Kreistag führte Suckut aus, warum die Investitionen in die Qualität der Wanderwege unerlässlich sei. „Der Wanderer heute hat große Ansprüche.“ Erwartet würden Landschafts- und Naturerlebnisse, aber auch die Annehmlichkeit von Ruhebänken und Spielbereichen wie eine gastronomische Versorgung. Die Naturnähe und Qualität der Wanderwege will sich der Landkreis zertifizieren lassen. Maximal 20 Prozent Teer lautet eine Vorgabe für die Wege.

Der Weitwanderweg fußt auf dem Wegenetz des Schwäbischen Albvereins. Entsprechend kooperiert auch die Kreisverwaltung mit dem großen Wanderverein, mit den Förstereien und dem Naturschutz. „Wir ziehen wichtige Wege zusammen für einen herausragenden Weg“, erläuterte Suckut. Dieser wird wieder als Schäferwanderweg bezeichnet werden wie die von der Stadt Heidenheim im Jahr 2006 eingerichteten Wanderwege. „Das ist ein authentisches Thema.“ In der Werbung wird der Schäferwanderweg das „Leitprodukt“. Die Beschilderung folgt den Vorgaben, welche für die gesamte Schwäbische Alb gelten.

Neue Schilder sollen im September kommen

Möglichst barrierefrei sollen die Wanderwege sein und bestens gepflegt. Wie man diese Pflege sichern kann, ist derzeit noch offen. Mit der Beschilderung möchte man im September beginnen.

Landrat Thomas Reinhardt sprach bei der Sitzung des Kreistags von einem „überzeugenden Konzept“, SPD-Kreisrat von einer „tollen Geschichte.“ Solch ein Wanderweg sei auch ein Element für das Standortmarketing. Gebeten wurde von Stahl darum, die Pflege des Schäferwanderwegs zum Thema einer Ausschusssitzung zu machen. „Wir brauchen eine stabile Konstruktion.“

Man könne den Tourismus nicht nur wollen, man müsse auch etwas dafür tun, sah CDU-Sprecher Bernhard Ilg die Ausgaben für das Wanderwegkonzept und dessen Umsetzung als durchaus gerechtfertigt an. Eine einheitliche Beschilderung war für SPD-Kreisrat Willi Häfele „lange schon überfällig.“ Wandern könne man überall, meinte Ulrich Grath (Freie Wähler), da habe der Landkreis kein Alleinstellungsmerkmal. Viel besser könnte man sich beim Touristischen mit dem Angebot des Flusswanderns auf der Brenz positionieren. Doch dies werde bisher sträflich vernachlässigt.

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