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Edelmann-Gelände: Das Aufräumen nach dem Feuer dauert an

Bei Edelmann hielt die Feuerwehr am Freitag Brandwache, konnte am Abend aber den Einsatz abschließen. Die Polizei sucht weiter nach der Brandursache.

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Obwohl das Feuer im Keller einer Lagerhalle bei der Firma Edelmann am Freitag nicht mehr brannte, war die Feuerwehr nach wie vor mit bis zu 20 Einsatzkräften vor Ort.

Nach dem mehr als 24 Stunden anhaltenden Großbrand galt es, die Unglücksstelle im Auge zu behalten und mit der Wärmebildkamera durch die Fenster und die von einem Abrissbagger hergestellte Öffnung im Gebäude zu prüfen, ob noch Glutnester vorhanden sind.

„Zusätzlich wurde auch Löschwasser aus Gebäudeteilen abgepumpt, die vom Brand nicht direkt betroffen waren“, so Dennis Straub, Sprecher der Feuerwehr. Erst am Abend konnten die Feuerwehrleute endgültig die Einsatzstelle verlassen.

Polizei sucht Spuren

Parallel dazu hat die Polizei mit der Spurensicherung begonnen, um die Brandursache zu finden. Nach wie vor kann der Keller, in dem es so massiv gebrannt hat, nicht betreten werden. Jedoch sicherten Kriminaltechniker auch Spuren im Umfeld und die Beamten der Kriminalpolizei befragte Zeugen. Auch Brandsachverständige waren im Einsatz. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei bislang keine Angaben machen.

Sonderschichten am Wochenende

Bei Edelmann konnte bereits am Donnerstag in der Spätschicht wieder mit der Arbeit in Teilen der Produktion begonnen werden. „Glücklicherweise wurden durch den Brand keine Produktionsanlagen beschädigt“, sagte Oliver Bruns, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Mit Material, das nach dem Brand fehlte, werde das Heidenheimer Werk von anderen Edelmann-Standorten und den Lieferanten versorgt. Auch habe man mittlerweile einen Überblick darüber, welche Aufträge nachgearbeitet werden müssen, weil bereits fertige Produkte dem Brand zum Opfer fielen. „Es konnten auch Aufträge an andere Standorte abgegeben werden“, so Bruns.

Gleichwohl gibt es am Wochenende Sonderschichten, sowohl in Heidenheim als auch anderen Standorten, denen der Großbrand Mehrarbeit beschert hat. Bruns freut sich dabei über die Unterstützung des Personals: „Die Mannschaft steht extrem zusammen“, lobt er.

Keine Sprinkleranlage

Ob die beschädigte Versandhalle abgerissen werden muss, sei noch nicht entschieden, Bausachverständige und Gutachter untersuchen das Gebäude. Sicher ist sich Bruns, dass beim Brandschutz im Keller alles in Ordnung war: Zwar gab es keine Sprinkleranlage, aber die Sicherheitskonzepte und die Meldekette hätten tadellos funktioniert.

Bezirksbrandmeister Frieder Lieb vom Regierungspräsidium Stuttgart, der während des Einsatzes selbst in Heidenheim anwesend war, beurteilte alle Entscheidungen der Einsatzleitung während des Brands als völlig richtig. „Die Feuerwehren haben hervorragende Arbeit geleistet“, so der Fachmann.

Die Kosten des außergewöhnlichen Großeinsatzes könnten im Moment noch nicht beziffert werden, gingen aber erfahrungsgemäß in die Hunderttausende Euro. Die Stadt Heidenheim trägt nicht nur die Kosten für ihre eigene Feuerwehr, sondern wird auch von den anderen Feuerwehren, die im Einsatz waren, Rechnungen bekommen.

Aktiv waren während des Großbrands die Werkfeuerwehren von Hartmann, Voith und der BSH Giengen sowie die Freiwilligen Feuerwehren des ganzen Landkreises, wenn auch nicht alle vor Ort: Nattheim, Sontheim, Niederstotzingen, Dischingen und Königsbronn sowie die Abteilungen Oggenhausen und Großkuchen waren in Alarmbereitschaft, um mögliche andere Einsätze bewältigen zu können.

Beim Großbrand waren zeitweise bis zu 200 Einsatzkräfte und 60 Fahrzeuge vor Ort. „Die Aufräumarbeiten werden sich für die Feuerwehr noch Tage hinziehen“, sagt Sprecher Dennis Straub. Es gelte, kilometerweise Schläuche und viele Geräte zu reinigen, Atemluftflaschen aufzufüllen und Löschschaum zu ersetzen.

Keine Probleme in der Kläranlage

Nicht ersetzt werden muss hingegen das Wasser, das zum Löschen aus dem Waldbad abgepumpt wurde. „Der Wasserspiegel hat sich nur um zehn bis 15 Zentimeter gesenkt“, so Birgit Baumann, Pressesprecherin der Stadt. Die Kläranlage hat den massiven Einsatz von Löschschaum problemlos bewältigt, so Baumann.

700 Liter Wasser kommen dort pro Sekunde an, davon waren ca. zwei Liter Löschschaum. „Dieser ist in der Kläranlage gar nicht sichtbar“, so Baumann. „Die im Löschschaum enthaltenen Tenside können wie bei Waschmittel auch zu einem hohen Prozentsatz in der Kläranlage abgebaut werden“, erläuterte Baumann. Ohnehin verbrannte aufgrund der extrem hohen Temperaturen von bis zu 800 Grad wohl ein Großteil des Löschschaums an der Einsatzstelle, so Feuerwehrsprecher Dennis Straub.

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