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Duale Hochschule verabschiedet sich von Rektor Manfred Träger

Prof Manfred Träger: Schon im Frühjahr ging der Rektor der Dualen Hochschule in den Ruhestand. Bei seiner offiziellen Verabschiedung wurde jetzt sein äußerst erfolgreiches Schaffen gewürdigt.

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Stephan Schulz übertreibt nicht. Ganz sachlich listete der Hartmann-Finanzchef, seit 2012 Vorsitzender des Hochschulrats der DH Heidenheim, die Leistungen von Manfred Träger auf: 30 Jahre an der Hochschule, seit 2000 Vizedirektor, dann Direktor der Berufsakademie, nach deren Wandel zur Dualen Hochschule Rektor und Vizepräsident der ganzen DH Baden-Württemberg. Studentenzahlen verdoppelt, DH-Neubau, zusätzliche Studiengänge – eine beeindruckende Bilanz, die Schulz noch ebenso sachlich ergänzte. Er habe eine Umfrage durchführen lassen zum Thema Träger, so Schulz. Das Ergebnis: Träger habe ein offenes Ohr für Mitarbeiter wie Partner und stelle die Studenten stets in den Mittelpunkt. „Als Schwabe würde man sagen, net schlecht“, so Schulz zu Träger, den Dekan Prof. Sven van Meegen .zuvor schon schlicht als „Mr. DH“ bezeichnet hatte.

Viel Lob für die Umgänglichkeit

Loyal, unkompliziert, schnell und absolut verlässlich sei Manfred Träger, lobte Oberbürgermeister Bernhard Ilg. Er habe oft aus nächster Nähe erlebt, wie intensiv Manfred Träger die Heidenheimer Interessen durch seinen starken Einfluss in Stuttgart vertreten habe.

Dabei habe es Träger oft unnötig schwer gehabt, so Ilg. Er halte es „für einen Konstruktionsfehler, dass unsere Hochschule aufgrund ihres rechtlichen Rahmens keine selbstständige Körperschaft, sondern eine De-Luxe-Filiale mit einer Zentrale in der Landeshauptstadt ist“, so Ilg. Er wolle nur andeuten, so Ilg gegenüber Träger, „wie sehr Du Dich immer wieder plagen musstest, um in dem zähen Brei aus Formalismen und Zuständigkeiten so lange zu rühren, bis er einigermaßen flüssig in neue Formen gegossen werden konnte“. Er wünsche sich jedenfalls für die „dynamischste Duale Hochschule des ganzen Landes“ eine hochschulrechtliche Autonomie.

Ilg wirbt für mehr Autonomie

Hat der Wunsch Chancen? „Wir sind da ja auf einem guten Weg“, so Prof. Arnold van Zyl, Präsident der DHBW: Im kommenden März beginne ein Prozess der den Hochschulen mehr Freiheiten geben solle. Van Zyl würdigte die überregionale Arbeit Trägers als Vizepräsident, hatte aber auch besondere Blumen aus Stuttgart dabei: „Kein Rektor hat die DHBW so geprägt wie sie“, so van Zyl. Er sei froh, dass Träger der Institution weiter verbunden bleibe – auf Landesebene ebenso wie vor Ort als neuer Geschäftsführer des einflussreichen Fördervereins der DH.

Lang die Liste der Lobredner, deren Würdigungen teils in einem Kurzfilm zusammengefasst wurden. In der Aula der Hochschule gaben sich Vertreter des Personalrats und der Mitarbeiter das Mikro in die Hand, Auch Vertreter der Studierendenschaft und der Seniorenakademie. Wie sagte es Prorektor Prof. Marcus Hoffmann? „Eine DH ohne Träger ist nicht möglich, ein Träger ohne DH auch nicht.“

„Genau das habe ich befürchtet“, so Manfred Träger, der mit seiner gesamten Familie vom kleinen Enkelkind bis zur 86-jährigen Mutter gekommen war. Das Lob sei vollkommen übertrieben und die Erfolge der DH hätten „niemals mit einem einzigen Rektor zu tun“. Das Umfeld und die Politik seien starke Stützen, die Mitarbeiter und dualen Partner hervorragend, die Studenten motiviert wie sonst nirgends. „Das macht es aus.“

Und überhaupt, so Träger, dessen menschliche Qualitäten auf der Feier immer wieder gewürdigt wurden, sei es ihm immer um mehr gegangen als Erfolg und gute Zahlen. „Mir war die Frage wichtig, ob ich noch ein wahrhaftiger Gesprächspartner bin, ein menschlicher Vorgesetzter, jemand, der mit Demut der Sache dient und nicht eigene Interessen verfolgt.“

Sprach's und zeigte seine für viele Hochschulexterne unbekannte Seite als langjähriger Sänger und frischgebackenes Ehrenmitglied der DH-Band „Mad Profs“: Die akademischen Altrocker drehten auf, dass die Scheiben klirrten.


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