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DH-Neubau: Zu viel Keime im Trinkwasser

Die Diagnose war bereits Anfang des Jahres gestellt worden: erhöhte Bakterienbelastung in einer Wasserleitung des DH-Neubaus. Die Therapie allerdings lässt auf sich warten: Bis heute konnte das Problem nicht bereinigt werden.

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Alles kalter Kaffee: Doch nicht mal den gibt's in der Cafeteria der Dualen Hochschule, seit die Automaten wegen der schlechten Wasserqualität stillgelegt worden sind.  Foto: 

Die Problemzone findet sich im Erdgeschoss des würfelförmigen Neubaus, in den ehemaligen Räumen der Mensa. Die ist stillgelegt, seit der Mietvertrag des früheren Cafeteria-Betreuers Voith Gastro ausgelaufen und die Suche nach einem Nachfolger erfolglos geblieben war. Mit dem Aus der Mensa ging auch eine eingeschränkte Nutzung der Wasserleitungen in diesem Strang des Hauses einher. Eben diese reduzierte Wasserzirkulation war's dann, die die Entwicklung von Bakterienkulturen begünstigt hat, die Anfang 2014 im Rahmen einer gesetzlich vorgeschriebenen Trinkwasser-Untersuchung nachgewiesen wurde.

Was es genau ist, das da die Wasserleitungen bevölkert, weiß man offenbar bis zum heutigen Tag nicht ganz genau. Die Angaben der Dualen Hochschule beschränken sich auf Hinweise des Gebäudebetreibers, der in Nürnberg sitzenden Strabag Facility Management GmbH, die immerhin zwei Krankheitserreger ausschließt: Legionellen, die beim Menschen grippeartige Beschwerden bis schwere Lungenentzündungen hervorrufen können, sind es demnach ebenso wenig wie E-coli-Bakterien, die Damerkrankungen unterschiedlichster Ausprägung auslösen können.

Nach Informationen unserer Zeitung sind bei der schon zu Jahresbeginn vorgenommenen Untersuchung in mindestens einer Trinkwasser-Probe erhöhte Mengen von Blei nachgewiesen worden. Damals war von dem mit der Beprobung beauftragten Institut nicht ausgeschlossen worden, dass Blei in grenzüberschreitender Konzentration an das Wasser abgegeben worden ist.

Um die Studierenden kein Risiko auszusetzen, sind die Leitungen und damit auch die in der ehemaligen Kantine verbliebenen Getränkeautomaten seit Monaten vorsorglich außer Betrieb genommen worden. Seit Frühjahr erfolgt die Reinigung des mit Keimen belasteten Wasserstrangs. Wie DH-Pressesprecherin Dr. Jana Schliewe auf Anfrage mitteilt, sind in der Cafeteria die Armaturen ersetzt und regelmäßige Spülgänge vorgenommen worden.

Das Ergebnis erscheint indes unbefriedigend. „Alles kalter Kaffee,“ befindet ein vor den lahmgelegten Kaffeeautomaten stehender Student, nachdem er den dort von der DH-Leitung angebrachten Aushang studiert hat. Nach dieser Bekanntmachung haben all die bislang eingeleiteten Maßnahmen zwar zu einer Verbesserung der Werte geführt, doch weil nach wie vor die Grenzwerte überschritten seien, könnten die Automaten auch weiterhin nicht betrieben werden. Bis dato bleibt der DH somit nur, zu versichern, dass alles Mögliche unternommen werde, um diesen als „sehr unangenehm“ erkannten Zustand zu beheben – und darauf hinzuweisen, dass alle anderen Wasser-Entnahmestellen, beispielsweise in WC-Vorräumen, und bedenkenlos nutzbar seien.

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