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Der Zahn der Zeit in der Galerie des Pressehauses

Um die Vergänglichkeit geht es neun Fotografen vom Verein der Heidenheimer Lichtbildner, die ihre Werke ab Samstag in der Galerie des Pressehauses präsentieren.

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„Zahn der Zeit“ ist Titel der Ausstellung, die von den Heidenheimer Lichtbildnern für die Fotogalerie des Heidenheimer Pressehauses vorbereitet wird. Oben die Aufnahme eines alten Horch – womöglich das älteste Modell dieser legendären Marke.  Foto: 

Die Heidenheimer Lichtbildner haben sich der Fotografie verschrieben. Obwohl der traditionsreiche Club seit 1931 besteht, sind die Lichtbildner ein lebendiger Verein – und so sagt es nichts über den inneren Zustand aus, wenn die nächste Ausstellung, die in der Fotogalerie des Heidenheimer Pressehauses stattfindet, mit dem metaphorischen Ausdruck vom „Zahn der Zeit“ betitelt ist.

Neun Mitglieder beteiligen sich an der Bilderschau; und jeder von ihnen steuert drei Aufnahmen bei, die sich mit dem Thema „Vergänglichkeit“ beschäftigen.

Die Lichtbildner, die sich früher in der Alten Vogtei, später dann im Naturfreundehaus am Heidenheimer Hahnenschnabel getroffen haben (künftig wohl im Zanger Hirsch), haben vor der Festlegung dieses Themas ausgiebig diskutiert: „Man kann das von sehr unterschiedlichen Seiten her angehen“, meint Werner Radenbach, einer der beteiligten Fotografen. „Wir wollten das aber eher nicht pathetisch haben; und ganz bewusst haben wir auch einige ironische Fotografien ausgewählt“.

Für die Auswahl wurde „kein fotoästhetischer Hintergrund“ vorgegeben, lächelt Radenbach. Die Fotografen haben intern ihre Arbeiten vorgestellt; verantwortlich für die Auswahl war aber jeder Lichtbildner letztlich selber. „Wir waren uns nur einig: Landschaftsaufnahmen wollten wir nicht“. Und so gibt es keine erodierte Bergflanke zu sehen, keinen Vulkan. „Wir haben menschliche Motive bevorzugt oder solche, die von Menschen geschaffen wurden“, sagt Radenbach.

Und wenn einer etwa eine Glatze von hinten, ein sich auflösendes Gebiss oder ein auf einer modernden Statue sitzendes Kind aufgenommen habe, so wolle man damit zeigen, dass sich das Thema „Zerfall“ auch von einer eher unterhaltsamen Seite her thematisieren lässt.

Titel wurden für die Bilder bewusst keine gewählt; und so kann sich jeder Betrachter bei den unterschiedlichen und zumeist am Computer kaum bearbeiteten Bildern eigene Assoziationen bilden.

„Wir sind so konservativ“, lächelt Radenbach, „dass wir uns für eine Präsentation mit Passepartout entschieden haben“. Sonst gebe es keine Vorgaben. Seine eigenen Arbeiten bezeichnet Radenbach als eher „rezeptiv bzw. konstatierend“.

Die Ausstellung ist zu sehen ab Samstag, 8. Oktober, und dann sechs Wochen lang. Beteiligt sind die Lichtbildner Alois Csefalvay (der gerade die aktuelle Ausstellung im Pressehaus bestückt mit Aufnahmen von „Sakralen Bauten“), Rozina Dragomir, Dirk Kohle, Kurt Kuhn, Martin Neuner, Detlef Nerstheimer, Werner Dietz, Gerd Keydell und eben Werner Radenbach selber.

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