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Der "Veggie-Day" ist schon angekommen

Mit der Ankündigung, nach der Wahl einen fleischlosen Tag – „Veggie-Day“ genannt – in öffentlichen Kantinen einführen zu wollen, haben die Grünen für Diskussionsstoff gesorgt. Vegetarisches Essen ist in den beiden größten Heidenheimer Kantinen allerdings längst täglich auf dem Speiseplan.

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Arbeitsmarkt: zahlreiche Stellen im Gastrogewerbe sind zu besetzen.  Foto: 

Im Klinikum wie bei Voith ist es für Vegetarier kein Problem, sich zu ernähren: Beide Arbeitgeber bieten für ihre Mitarbeiter in der Kantine täglich fleischlose Gerichte an, Salatbuffets sind selbstverständlich, Beilagen kann man frei wählen. Die Voith Gastro geht seit August noch einen Schritt weiter: Am ersten Donnerstag im Monat ist „Veggie-Day“, es wird rein vegetarisch gekocht.

„Ich war erstaunt, in wie vielen Städten es das schon gibt“, sagt Voith-Gastro-Geschäftsführer Uwe Ochott. Er hat vor Einführung des „Veggie-Days“ recherchiert, um die Gäste seiner Kantine auch über den Sinn eines solchen vegetarischen Tages zu informieren. Nachhaltigkeit und Schonung von Ressourcen seien dabei wichtige Aspekte, die Gesundheit der Voith-Mitarbeiter ein anderer. „Wir wollen mit dem ,Veggie-Day‘ die Neugierde auf vegetarisches Essen wecken und die Akzeptanz erhöhen“, berichtet Ochott. Und bereits bei der ersten Auflage des fleischlosen Tages sei der Zustrom der Mitarbeiter überdurchschnittlich gewesen – „trotz großer Hitze und Urlaubszeit“, erzählt Uwe Ochott.

Überhaupt beobachtet er einen Trend weg vom Fleisch hin zur vegetarischen Ernährung: „Das hat sicher damit zu tun, dass die Menschen immer aufgeklärter sind und sich bewusster ernähren.“ Er schätzt den Anteil an fleischlosen Gerichten, die täglich in der Voith-Kantine ausgegeben werden, auf ungefähr 30 Prozent.

Nicht nur Ochott selbst ist ausgebildeter Küchenmeister, auch drei weitere solche Ernährungsfachleute sind bei Voith Gastro beschäftigt. Sie kennen sich nicht nur mit dem Geschmack ihres Essens aus, sondern auch mit der Zusammensetzung. Und die Mitarbeiter, die in die Kantine zum Essen kommen, werden genau darüber informiert, was im Angebot ist: Auf großen Bildschirmen sind für jedes Essen die Kalorienzahl und der Fettgehalt angegeben, zudem die Information, ob das Gericht Gluten oder Laktose enthält. „Ab 2014 wird in der Gastronomie der Nachweis von allergenen Stoffen gefordert“, berichtet Uwe Ochott, bei Voith Gastro komme man dieser Pflicht schon jetzt teilweise nach.

Über die Zusammensetzung des Essens genau Bescheid weiß man auch in der Küche des Klinikums. Diätköche und Diätberater kümmern sich hier in erster Linie um die Verpflegung der Patienten, die sich ganz individuell auf deren Beschwerden abstimmen lässt. „Es gibt bei uns beispielsweise cholesterinarme, eiweißarme oder auch eiweißreiche Kost und viele Varianten mehr, je nach dem, an welcher Erkrankung der Patient leidet“, berichtet Günther Berger, Sprecher des Klinikums.

Nicht ganz so komplex ist der Speiseplan für die Mitarbeiterkantine: Vier Gerichte stehen täglich zur Auswahl, mindestens eines davon vegetarisch, dazu noch Suppe und Nachtisch. Außerdem gibt es Beilagen und Salat am Buffet. „Früher war das anders, da gab es jeden Tag zwei Gerichte zur Auswahl und fertig“, erinnert sich Berger. „Aber das funktioniert heute nicht mehr“, meint der Klinik-Sprecher. Für die Einführung eines „Veggie-Days“ sieht er jedoch keine Veranlassung: „Wer sich vegetarisch ernähren will, kann das bei uns doch jeden Tag“, meint er.

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