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Christianstraße ist ab Freitag wieder frei

Die Bedeutung der Christianstraße einzig an ihrer Länge zu messen, wäre viel zu kurz gegriffen. Tatsächlich kommt ihr eine Schlüsselstellung zu.

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Bald grünes Licht: Die Christianstraße zwischen Bahnhofstraße und Rathaus, links im Bild die Südfassade des Bibliothek-Neubaus, wird ab Freitagnachmittag wieder für den Verkehr freigegeben. Weitere Fotos unter www.hz-online/bilder.deFoto: Oliver Vogel

Der zwischen der Bahnhof- und dem Rathaus gelegene Abschnitt der Christianstraße beläuft sich auf gerade mal 80 Meter, und auch von der etwas weiter entfernten Ploucquetstraße aus gerechnet kommt man nur knapp auf das Doppelte. Dennoch gewinnt eben dieser Straßenzug an Gewicht, was zum einen mit seiner sich wandelnden Umgebung, zum anderen mit seiner eigenen Umgestaltung zusammenhängt.

Die Rundumerneuerung hatte im östlichen Teil der Christianstraße begonnen und wird im Laufe dieser Woche nunmehr auch auf dem der Innenstadt zugewandten Abschnitt soweit beendet, dass der Straßenzug ab Freitagnachmittag, 23. September, wieder in beide Richtungen für den Verkehr freigegeben werden kann. Dann müssen nur noch Restarbeiten an den Randsteinen und an den Einläufen erledigt, darüber hinaus die Grünanlagen hergestellt werden.

Lag die nach Christian Meebold benannte Straße bislang eher im innerstädtischen Schatten, so ist sie im Zuge der städtebaulichen Veränderungen mehr und mehr ins Blickfeld gerückt. Und steht spätestens nach Fertigstellung der neuen Stadtbibliothek auf der Sonnenseite der Heidenheimer Straßenkarte, wächst ihr doch die Funktion einer neuen Achse zu, die das Wohnquartier auf dem früheren Ploucquet-Areal samt Rewe-Markt mit der Bibliothek als wichtigstem städtebaulichen Bindeglied mit dem eigentlichen Zentrum verknüpft.

Die veränderte Rolle erklärt denn auch die besondere Sorgsamkeit, die die städtischen Planer bei der Kompletterneuerung der Christianstraße haben walten lassen, zumal auch die unmittelbare Umgebung in die Überlegungen einzubeziehen war. Um vor dem Neubau der Bibliothek mehr Platz zu schaffen, ist die jetzt noch fünf Meter breite Straße ein Stück nach Süden verlegt worden, und auf einem Teil der gegenüberliegenden Straßenseite stehen neun Schrägparkplätze zur Verfügung. Insgesamt geht die veränderte Gesamtgeographie mit einem großzügigeren Flächenangebot einher, das sowohl mit dem angrenzenden Park der Pauluskirche als auch mit dem künftigen Außenbereich der im Bau befindlichen Stadtbibliothek verbunden ist.

Das gesamthafte Denken zeigt sich an mehreren Bespielen. So hat man sich im Rathaus für ein einheitliches Leuchtsystem entschieden, das nicht nur die Christianstraße ins rechte Licht rücken wird, sondern auch in der Helmut-Bornefeld-Straße installiert werden soll. Zudem wird das neue Quartier einheitlich gepflastert. Dazu gehören der Vorbereich der Bibliothek in der Christianstraße, alle Freiflächen rund um die Bibliothek bis hin zum Gehweg in der Brenzstraße. „Das ist, als ob dieses Sonderbauwerk auf einem eigenen Teppich steht,“ sagt Stadtplaner Ralf Käpplinger, der schon ein Muster des in zwei unterschiedlichen Formaten zum Einsatz kommenden Steins auf dem Schreibtisch liegen hat: Pflaster mit Natursteinvorsatz, eingefärbter Weißzement, die Oberfläche gefräst und sandfarben – ein Bodenbelag, der nach Einschätzung Käpplingers eine sehr schöne Ergänzung zu dem aus Wasserstrichziegeln bestehenden Mauerwerk der Bibliothek darstellt.

Die Durchgängigkeit erstreckt sich bis in den neuen Außenbereich der Bibliothek hinein, der über den Willy-Brandt-Platz erschlossen wird, Raum für eine Café-Außenbestuhlung und Flächen für Kleinveranstaltungen bieten wird. Zum „Stattgarten“ hin wird eine neue Mauer hochgezogen, wobei in der Höhe gestaffelte Pflanzbeete mit unterschiedlichem Bewuchs eine grüne Grenze bilden sollen, die einerseits eine klare Trennung markiert, aber doch einen Durchgang hat und damit eine Verknüpfung beider gastronomischen Angebote möglich macht: was laut Stadtplaner Käpplinger von beiden Seiten als sinnvolle und gewollte Ergänzung betrachtet wird.

Mehr zum Thema Baustelle: So geht es zwischen dem Rathaus und der neuen Bibliothek weiter.

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