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Carsharing: 50 Nutzer teilen sich drei Autos

Vielerorts wächst die Bereitschaft, sich mit anderen ein Auto zu teilen, anstatt sich selbst eines zu kaufen: Car-Sharing ist in. In Heidenheim sind bei stabiler Nachfrage drei Fahrzeuge im Einsatz– Erweiterung denkbar.

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Optimistischer Blick in die Zukunft: Linda Mosch hält in Heidenheim das Potenzial in Sachen Car-Sharing für noch lange nicht ausgereizt.  Foto: 

Als vor 15 Jahren in Heidenheim die Top Car Sharing GmbH gegründet wurde, hatte die junge Firma zwei Fahrzeuge im Angebot. Später kam ein drittes hinzu, und an dieser Zahl hat sich bis heute nichts geändert. Im Hof des Kinderschutzbundes an der Ploucquetstraße hat ein Renault Twingo seinen festen Platz, an der Hurdenstraße steht ein Opel Combo (beides Benziner), an der Ottilienstraße ein gasbetriebener Opel Zafira.

„Bei Bedarf schaffen wir einen weiteren Wagen an“, sagt Geschäftsführerin Linda Mosch, allerdings müsste sich dazu die in der Vergangenheit von starken Schwankungen geprägte Nachfrage auf einem höheren Niveau stabilisieren. Momentan laufe es sehr gut, sagt Mosch, und verweist auf 50 registrierte Nutzer, worunter Haushalte zu verstehen sind.

Die Gesamtzahl der sogenannten Teilnehmer, die auch Familienmitglieder einschließt, liegt deutlich darüber. Mit Blick auf Städte vergleichbarer Größe„müssten es in Heidenheim aber eigentlich mehr sein“, so Mosch. Einen Bedarf von sechs bis sieben Fahrzeugen hält sie für durchaus realistisch.

Möglicherweise könnte eine bessere Sichtbarkeit der Car-Sharing-Autos und der im Gespräch mit Oberbürgermeister Bernhard Ilg bereits erörterte Umzug eines der Fahrzeuge in die Grabenstraße eine größere Nachfrage nach sich ziehen. Hilfreich wäre dabei ein Erfolg der unlängst von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion formulierten Forderung, Parkplätze im öffentlichen Straßenraum vorrangig als Car-Sharing-Stellflächen auszuweisen.

Aufgrund zu geringen Bedarfs ging die Rechnung„mieten statt kaufen“ in Aalen und Ellwangen nicht auf: Die einige Jahre dort stationierten Fahrzeuge hat die Firma auch deshalb aus dem Bestand genommen,„weil man sich natürlich besser um einen Fuhrpark kümmern kann, wenn man vor Ort ist“, so Mosch. Car-Sharing sieht sie imÜbrigen nicht als Konkurrenz zum öffentlichen Personennahverkehr, sondern als Ergänzung:„Menschen, die Car-Sharing-Angebote nutzen, fahren auch häufiger als andere mit Bus oder Taxi.“

Untersuchungen besagen, dass sich Car-Sharing lohnt, wenn jemand höchstens 10 000 Kilometer pro Jahr mit dem Auto unterwegs ist, weil dann die Fixkosten für das die meiste Zeit ungenutzt herumstehende eigene Fahrzeug unverhältnismäßig hoch sind.

Darüber hinaus könnte der aktuell historischen Höchstständen zustrebende Benzinpreis immer größere Bedeutung gewinnen. Dass parallel dazu die Zahl der Car-Sharing-Nutzer wächst,„wäre ein logischer Schluss“, sagt Mosch,„obwohl dann auch der von uns anzusetzende Kilometerpreis, in dem die Kraftstoffkosten bereits enthalten sind, hochgesetzt werden müsste“. Allerdings würde die Mehrbelastung ja auf viele Schultern verteilt.

Und die gehören selten zu betagten Kunden, stattdessen sind viele der Nutzer eher mittleren Alters. Dementsprechend erfolgt seit Mitte Juli die Buchung der Fahrzeuge nicht mehr telefonisch, sondern zeitgemäß online.

Info Detaillierte Informationen zum Car-Sharing-Angebot in Heidenheim samt Preisliste finden sich unter www.top-carsharing.de
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