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Brenzbahn-Ausbau: Roderich Kiesewetter setzt auf den Bund

Der Bundestags-Abgeordnete Roderich Kiesewetter setzt nach der regionalen Pleite auf Bundesprogramme.

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Kann jetzt nur noch der Bund helfen? Für das Land ist der Brenzbahn-Ausbau wohl zu teuer geworden.  Foto: 

Nach der offensichtlichen Planungspleite beim Ausbau der Brenzbahn setzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter auf Hilfen des Bundes und einen teils zweigleisigen Ausbau wenigstens zwei Jahre nach der für das Jahr 2021 geplanten Inbetriebnahme der neuen Schnellbahnstrecke zwischen Ulm und Stuttgart.

In einem Interview mit der HZ, das am kommenden Samstag erscheint, lässt Kiesewetter dabei indirekt Kritik an den Planungen in der Region durchblicken. Die im Frühjahr bekannt gewordenen extremen Kostensteigerungen seien „ehrlich gesagt absehbar“ gewesen, so Kiesewetter.

Auch der CDU-Politiker findet keine schmeichelhaften Erklärungen dafür, dass selbst Banalitäten wie die Signaltechnik oder die topographischen Gegebenheiten im Brenztal völlig übersehen wurden. „Die Region hat erst spät bemerkt, dass der Damm bei Bergenweiler nur für ein Gleis reicht“, so Kiesewetter: „Aber wir brauchen den Ausbau, und wir müssen das angehen – wenn auch mit zwei Jahren Verspätung“.

Kosten weit über 60 Millionen Euro

Und das trotz der horrenden Kostenexplosion auf inzwischen weit über 60 Millionen Euro? „Dafür gibt es ja zum Glück das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz Bund, das greift ab 50 Millionen Euro“, so Kiesewetter. An diesem Programm hatte man auf der Ostalb im „Billig-Entwurf“ mit unter 25 Millionen Euro vorbei geplant und auf entsprechende Landesmittel gehofft, die Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann 2013 beim Brenzbahn-Gipfel in Brenz auch zugesagt hatte – eine Erklärung, die Kiesewetter im Interview „vollmundig“ nennt.

Wichtig für die Hilfe des Bundes sei es, schnell eine noch ausstehende Kosten-Nutzen-Analyse nachzureichen, so Kiesewetter: „Sonst verlieren wir noch mehr Zeit.“

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