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Bildung als Voraussetzung fürs Glücklichsein

Junge Menschen türkischer Herkunft, die ihre Heimat im Raum Ostwürttemberg-Ulm haben, sollen verstärkt dazu gewonnen werden, eine Ausbildung in Gewerbe, Industrie und Handwerk zu machen.

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Unser Foto zeigt (von links) Azubi Ali Yigitdöl, IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Moser, den türkischen Vizekonsul Seref Karafilik, Schulamtsleiter Hans-Jörg Polzer, Nuri Övüc vom IHK-Bildungszentrum, Geschäftsführerin Karin Schmid von der Handwerkskammer Ulm, Azubi Feride Özcakir und Migrationsmitarbeiterin Nuray Siraz.

Dass es dafür sehr viele Möglichkeiten gibt, wurde bei einer Gemeinschaftsveranstaltung der IHK Ostwürttemberg, der Handwerkskammer Ulm und des Staatlichen Schulamts Göppingen in den Räumen der IHK deutlich. Die Bedeutung des Abends wurde unterstrichen durch die Anwesenheit des Vizekonsuls Seref Karafilik vom türkischen Generalkonsulat in Stuttgart. „Bildung ist ein goldenes Armband“, so lautete das Motto, unter dem der Abend stand. Klaus Moser, Hauptgeschäftsführer der IHK, erklärte, der Bereich Bildung sei „ein Kernbereich unserer Tätigkeit“. Den jungen Menschen mit einem Ausbildungsplatz eine Perspektive zu geben, sei von entscheidender Bedeutung.

Von den derzeit 1440 Auszubildenden im Landkreis Heidenheim hätten nur 110 einen ausländischen Pass und davon wiederum seien lediglich 38 Türken. „Ihnen stehen alle Wege offen“, sagte Moser zu den anwesenden türkischen Jugendlichen und ihren Eltern.

Karin Schmid, Geschäftsführerin der Handwerkskammer Ulm, verwies darauf, dass in Heidenheim eigens eine neue Stelle geschaffen wurde, bei der die Migrationsmitarbeiterin Nuray Siraz vor allem türkische junge Frauen über die Möglichkeiten berät, eine Ausbildung zu absolvieren. Sie betonte, dass nur eine gute Ausbildung jungen Menschen ermögliche, ihre Träume zu verwirklichen. Dazu biete die weltweit anerkannte und geschätzte duale Ausbildung in Deutschland die besten Chancen.

Der türkische Vizekonsul Seref Karafilik betonte, eine gute Ausbildung sei die Voraussetzung, um am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilnehmen zu können. Nur auf diese Weise gelinge es, in der globalisierten Welt gleiche Chancen und Möglichkeiten für alle zu garantieren. „Bildung ist die Voraussetzung für ein glückliches Leben“, sagte Karafilik. Ungelernte Menschen seien heutzutage auf dem Arbeitsmarkt kaum noch gefragt. Die Jugend sei gefordert, sich durch eine gute Ausbildung die Grundlage für das eigene Leben zu schaffen.

Schulamtsleiter Hans-Jörg Polzer vom Staatlichen Schulamt Göppingen erklärte, ein erfolgreicher Start ins Berufsleben sei nur mit einer guten Ausbildung möglich. Er appellierte an die jungen Menschen, sich selbst wichtig zu nehmen und dafür die Grundlagen zu schaffen. Dabei sei das bloße Starren auf Schulnoten ebenso falsch wie dünkelhaftes Bildungsverhalten.

An die Eltern gerichtet sagte der Schulamtsdirektor, dass überzogene Erwartungen an die Kinder genauso falsch seien wie ihre Vernachlässigung. „Es kommt auf passgenaue Lösungen an“, so Polzer. Dabei gelte es, die Neugier und den Tatendrang junger Menschen zu fördern. Die berufliche und allgemeine Bildung seien gleichwertig. Man müsse den Jugendlichen klar machen, dass sie sich nicht von den Verlockungen des schnellen Geld blenden lassen, sondern eine solide Ausbildung anstreben. Es lohne sich, dafür alle Anstrengungen zu unternehmen. Polzer: „Wir brauchen alle jungen Menschen“. Der Maschinenbau- und Schweißtechniker Nuri Övüc vom IHK-Bildungszentrum berichtete anschließend in türkischer Sprache über seine beruflichen Erfahrungen.

Die in Heidenheim ansässige Migrationsmitarbeiterin der Handwerkskammer Ulm, Nuray Siraz, sowie die Auszubildenden türkischer Herkunft, Ali Yigitdöl und Feride Özcakir sprachen über ihre Arbeit in den Lehrbetrieben und gaben Tipps. Dabei wurde deutlich, dass es sehr wichtig ist, dass die Jugendlichen in den türkischen Familien selbst entscheiden dürfen, wie sie ihre berufliche Zukunft und damit ihr Leben gestalten wollen.

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