Partner der

Bildhauersymposium präsentiert letzten Katalog

Es sei ein „wunderbar gelungener Katalog“, meinte Gabriele Rogowski, Vorsitzende des Bildhauersymposions, als sie vorgestern Abend den kräftig grünen Band präsentierte: Der Verein, der seinem Ende entgegensieht, hatte in die IHK geladen, um mit der Präsentation des Werkes den Abschluss der sechsten Aktion zu würdigen; vorgesehen ist jetzt nur noch eine filmische Matinee am 26. Januar.

|
Mit Erscheinen des Katalogs zum „Werk 13“, der sechsten Ausgabe des Bildhauersymposions, ist dieses eigentlich abgeschlossen. Gabriele Rogowski, Vorsitzende des Vereins, freut sich über eine „wunderbar gelungene Dokumentation“, zu deren Gelingen Museumsleiter René Hirner und seine Mitarbeiterin Stefanie Rohleder beigetragen haben.  Foto: 

Es sei ein „wunderbar gelungener Katalog“, meinte Gabriele Rogowski, Vorsitzende des Bildhauersymposions, als sie vorgestern Abend den kräftig grünen Band präsentierte: Der Verein, der seinem Ende entgegensieht, hatte in die IHK geladen, um mit der Präsentation des Werkes den Abschluss der sechsten Aktion zu würdigen; vorgesehen ist jetzt nur noch eine filmische Matinee am 26. Januar.

Rogowski zeigte sich dabei „froh und dankbar, dass so viele Interessierte“ zur „Werk“-Vorstellung gekommen seien und es geschafft hätten, „dem vorweihnachtlichen Trubel zu entkommen“ und sich der Kunst zu widmen.

Zum Katalog gehört eine eingelegte DVD, mit der Johannes M. Hartmann in laufenden Bildern und mit Originaltönen das „Werk 13“ vergegenwärtigt – „eine gelungene Ergänzung“, wie Rogowski meint. Gabriele Rogowski bedankte sich bei ihm sowie bei René Hirner und Stefanie Rohleder; letztere beide waren für die Fertigstellung des 92-seitigen Katalogs zuständig. Neu an diesem ist auch, dass sämtliche Fotografien von dem Heidenheimer Klaus-Peter Preußger stammen: „Das hat er toll gemacht“, meinte die Präsentatorin.

Dann stellte auch Katalogmacher René Hirner das Werk vor – „glücklich und stolz“, wie er bekannte. Es sei der mittlerweile sechste Katalog der Heidenheimer Initiative; und diese seien „in fast gleichbleibender Qualität“ Dokumentationen dessen, was seit 1997 „werkhaft“ möglich war in Heidenheim. „Doch diesmal sind die Bilder besonders gut“, hob er dann doch eine Besonderheit des neuen Werkes hervor. Er habe Preußger in einem Text einmal als „Bilderknecht“ bezeichnet; das beziehe sich auf seine Bereitschaft, einzugehen auch auf formale Erfordernisse der Katalogproduktion. Die bildhaften Ergebnisse jedenfalls könnten durch ihre herausragende Qualität bestechen.

Nehme man alle sechs Kataloge zusammen, könne man „den ganzen Umfang des Bildhauersymposions ermessen“. Die Katalogredaktion habe bei der Heidenheimerin Stefanie Rohleder gelegen, der er für ihr Engagement dankte. Hirner ernannte sie, in Analogie zu Preußger, zur „Knechtin der Texte“, sei es doch gelegentlich schwierig gewesen, die vorgesehenen Werkbeschreibungen rechtzeitig beizubringen. Rohleder habe da mit charmanter Hartnäckigkeit für die zeitgebundene Fertigstellung gesorgt.

Dann trat Johannes M. Hartmann, Lehrer im Ruhestand und Filmemacher, ans Mikrophon. Er bekannte, „keinen Künstlerfilm“ vorgelegt zu haben, doch stecke „Herzblut“ im Geschaffenen. Er spielte dann eine Sequenz ein, von feiner Klaviermusik untermalt, die das Ergebnis der Jurierung im Oktober 2012 vorstellte.

Gezeigt wurde dabei beispielsweise Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, Berlin und früher Leiter der Kunsthalle Bremen, der Heidenheim gratulierte, weil es hier ein Bildhauersymposion gebe: Es basiere auf einer „grandiosen Idee“. Den Ansatz, Firmen an der Realisierung von Kunst zu beteiligen, „können wir Museumsleute sehr bewundern“. Über die Jahre sei in Heidenheim „ein spannendes Bildhauerwerk gewachsen“. Er bedankte sich, dass er über lange Zeit die „wunderbare Realisation“ habe begleiten können.

Herzogenrath stellte dann zwei der sechs am „Werk 2013“ beteiligte Künstler vor; die anderen charakterisierten dann Dr. Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart, sowie René Hirner, die beiden weiteren Juroren, die aus den 13 von Nominatoren gemachten Vorschlägen die sechs später realisierten Arbeiten auswählten.

Diese sechs Werke wurden für den Katalog von sechs verschiedenen Autoren beschrieben und eingeordnet. Und gleich im ersten Text schreibt Gerrit Gohlke einleitend Grundsätzliches: „Eine Stadt schmückt sich mit Kunst. Sie lädt Künstler zur Veränderung des Stadtbildes ein, und sie kommen wohlvorbereitet mit erprobten Methoden und geschultem Blick. Sie analysieren ihren Einsatzort, beobachten wie Therapeuten das Unbewusste der Stadt, durchleuchten ihre Schwächen und blinden Flecken, die Lebenslügen und versteckten Schattenseiten. Sie schreiten dann wie Chirurgen zur Tat, installieren Implantate, entwickeln Prothesen, setzen Zeichen der Hoffnung und betreiben am Ende ästhetische Fitnesspolitik: Ihre Hinterlassenschaft ist nicht einfach Kunst, sondern ein Aufruf zum bewussteren Leben. Heidenheim . . . ist nach sechs Bildhauersymposien zu einer Hauptstadt künstlerischer Interventionen im öffentlichen Raum geworden“.

Man liest die Texte mit Gewinn – und großer Freude.

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Holger Sanwalds Rechnung: „noch sechs Siege“

„Überglücklich“ gab sich Holger Sanwald unmittelbar nach dem 1:1 des 1. FC Heidenheim in Aue. Durch den Punktgewinn habe man das Zweitliga-Jahr 2017 mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen und die jüngste starke Phase bestätigt. weiter lesen

232XN