Partner der

Auch Innovation will gemanagt sein

Innovation setzt eine klare Strategie voraus. Dass das Thema zur Chefsache gemacht werden muss und wie man den „Innovations-Schatz“ in den Unternehmen besser hebt, zeigten Experten und Unternehmer den rund 50 Teilnehmern bei der jüngsten „Ingenia“-Fachtagung bei Edelmann in Heidenheim.

|
Nachdenken über Innovation: Dr. Stefan Enzler (Imu-Institut Augsburg) bei der „Ingenia“.  Foto: 

Den Einstieg machte Professor Dr. Dietmar Vahs, ehemals bei Daimler zuständig für das Innovationsmanagement und heute Leiter des Instituts für Change Management und Innovation an der Hochschule Esslingen. Vahs unterstrich, dass Innovation als Managementaufgabe verstanden werden muss. Den obersten Führungsebenen in den Unternehmen, die auch den Großteil der Zuhörer stellten, komme dabei die Schlüsselrolle zu. Ein innovationsfreundliches Management sei schließlich eines der Hauptmerkmale von Innovationsführern. Diese setzten dabei auf den Erfolgsfaktor Innovationskultur. Diese reiche von der Identifikation über die Kommunikation bis hin zum Vorleben „innovationsaktiver“ Wertvorstellungen. Eine solche „Schwungrad“-Kultur stelle das Potenzial der Mitarbeiterschaft im Innovationsprozess in den Vordergrund, was bedeute, Querdenker zu unterstützen, Verantwortung zu delegieren oder Anreizsysteme zu schaffen.

Wie man mehr Ideen in kürzerer Zeit generiert, erläuterte Dr. Robert Adunka von der Siemens AG. „Triz“ sei eine Methode für das Ideenfinden, die anhand der Auswertung von 200 000 Patenten zeige, dass es egal für welches Problem immer nur 40 Innovationsprinzipien mit 76 Standardlösungen gebe. Ingenieure hätten im Schnitt jedoch nur sieben bis zehn solcher Prinzipien in Anwendung und verschenkten damit ein erhebliches Innovationspotenzial. „Triz“ verlange, konkrete Probleme zu abstrahieren und so umzuformulieren, dass man allgemeine Lösungsansätze anwenden könne. Diese müssten dann lediglich wieder auf das konkrete Problem spezifiziert werden.

Dass Psychologie eine wichtige Rolle im Innovationsprozess spielt, zeigten Dr. Stefan Enzler und Horst Wiedenmann. Enzler ist Geschäftsführer des Imu-Instituts in Augsburg und erläuterte Methoden, wie Unternehmen Innovations-Kompetenz aufbauen können. Dabei müsse viel mehr als bisher auf die innere, individuelle Ebene beim Innovationsprozess geschaut werden. Wiedenmann, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens in Rammingen, berichtete über seine Erfahrungen mit dem Coaching. Wichtig sei der Wertewandel vom kontrollierenden hin zum lernenden und eigenverantwortlichen Unternehmen: „Die Geschäftsleitung muss Visionen erarbeiten und die Mitarbeiter müssen emotional einbezogen werden. Es darf nicht sein, dass der Mitarbeiter innerlich kündigt!“.

Die „Ingenia“, die von der regionalen Wirtschaftsförderung Wiro und der Stadt Heidenheim schon zum sechsten Mal organisiert wurde, fand bei der Carl Edelmann GmbH statt. Der Premium-Faltschachtelhersteller sichere seine Marktstellung durch eine starke Innovationskultur im Hause. Helmut Sieber, Leiter des Technischen Design Centers, wo die Fäden für Innovationen zusammenlaufen, konkretisierte dies anhand von Partnerschaften mit Schulen und Hochschulen, aber auch einer optimalen Aus- und Weiterbildung. Edelmann bilde unter dem Gesichtspunkt Innovation seine eigenen Fachkräfte aus und weiter.

Info Weil dUnterstützung von Innovation Aufgabe der Wirtschaftsförderung ist, sind weitere Angebote geplant. Informationen bei der Wiro (Markus Hofmann, Tel. 07171. 92753-21, hofmann@ostwuerttemberg.de) oder der Stadt Heidenheim (Swen Profendiener, Tel. 07321.327- 1080, profendiener@heidenheim.de).
Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Wie ein Heidenheimer großmächtige großdeutsche Gedanken befeuerte

Fast wäre er noch ein „Christkind“ geworden. Und doch sollte sein späteres Leben so gar nichts mit dem frommen Wunsch nach Friede auf Erden zu tun haben. weiter lesen

23128