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Am ZOH gibt es jetzt Currywurst statt Döner

Mit neuem Imbissstand und Betreiber ändert sich am ZOH auch das Essensangebot. Die Sambo-Jungs des HSB sind weiterhin vor Ort.

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Statt Döner gibt es am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOH) nun Currywurst, Burger und Pommes – mit dem neuen Betreiber kam auch der Wechsel vom türkischen Essen auf Wurst und Co. Levi Rieger heißt der neue Betreiber des Imbiss, der zuvor bereits am Mömax-Parkplatz in Aufhausen und in Oberkochen seine Würste verkaufte: „Für den Anfang läuft es ganz gut“, sagt Rieger, man müsse sehen, ob es sich auch auf lange Sicht rentiere.

Jahrelang hatte er nach einem Standort in der Innenstadt gesucht, bis sich nun die Chance am ZOH bot. Jetzt verbringt der 34-Jährige einen Großteil seiner Zeit am Omnibusbahnhof: Der Stand hat von Montag bis Donnerstag jeweils von 10 bis 20 Uhr, am Freitag von 10 bis 1 Uhr und am Samstag von 21 bis 1 Uhr geöffnet.

„Das jetzige Angebot soll alle Generationen ansprechen“, sagt Eduard Marker, Leiter der Sambo-Abteilung des HSB. Der neue Stand ist doppelt so groß wie der alte, ganz fertig ist die Imbiss-Bude aber noch nicht, weiß der 42-Jährige. „Die Außenseiten des Imbiss werden noch gestaltet“. Durch Kampfsportmotive soll den Jugendlichen am ZOH die Präsenz der Sambo-Kämpfer gleich ins Auge springen.

Denn auch wenn der Betreiber nun wechselte, die Sambo-Abteilung des HSB bleibt weiterhin dort präsent. Jeweils am Freitag- und Samstagabend, wenn am ZOH das meiste los ist, sind die Jungs vor Ort – führen Gespräche und schlichten Streit, so weit es ihnen möglich ist. „Es gibt keine Jugendgruppe, die uns nicht kennt“, sagt Marker, „es finden viele Gespräche statt“.

Seit sieben Jahren gibt es den Imbiss am ZOH nun. Immer wieder hatte es damals Auseinandersetzungen zwischen teils alkoholisierten Jugendlichen gegeben, oft war sogar vom sozialen Brennpunkt die Rede. Der Imbissstand sollte für ein besseres Sicherheitsgefühl sorgen.

Zu Beginn fungierte die Sambo-Abteilung des HSB noch als Betreiber. Ein Jahr lang versuchte man das Geschäft mit Ehrenamtlichen zu stemmen: „Dann haben wir gemerkt, dass es so nicht geht“, erinnert sich Marker, „es war einfach zu viel für die Ehrenamtlichen“. „Nicht jeder ist dafür geeignet, hier zu stehen“, sagt der Großkuchener, besonders, die Fähigkeit, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, müsse ein Imbissbetreiber dort schon mitbringen.

Marker selbst verbrachte schon viele Abende am ZOH, ein Großteil der Jugendlichen kennt ihn persönlich: Zu Anfangszeiten sei es teilweise „echt gefährlich“ gewesen, erinnert sich. Dennoch: „Ich bin in all den Jahren selbst nie angegriffen worden“, sagt Marker, bei Streitereien eingreifen, musste er aber schon öfters.

„Es ist ganz besonders wichtig, Präsenz zu zeigen“, sagt auch Rieger, es reiche schon, wenn ein Erwachsener anwesend sei. „Die meisten Jugendlichen sind zwischen 16 und 18 Jahre alt“, fügt Marker hinzu, „die haben dann schon Respekt“.

Um den Platz in ein besseres Licht zu rücken, haben die Sambo-Kampfsportler sich schon wieder etwas Neues einfallen lassen: „Für das erste Oktober-Wochenende haben wir ein Oktoberfest rund um den Imbiss-Stand geplant“, erzählt Marker. Mit Auftritten von Musikern und einer Vorführung der Kampfsportler.

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