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Heute Abend: Ehemaliger Zug von Walter Ulbricht rollt durchs Brenztal

Nicht nur für Bahnfans eine Attraktion: Am Mittwochabend fährt der Zug des früheren DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht durchs Brenztal.

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Der „Ulbrichtzug“: Am Mittwochabend fährt er auf der Strecke der Brenzbahn. Wer sich an der Strecke postiert, bekommt ihn dann zu Gesicht.  Foto: 

Als „Ulbrichtzug“ bekannt ist der über 80 Jahre alte Schnelltriebwagen SVT137 234 „Bauart Leipzig“, der über Ostern in Friedrichshafen im Zeppelin-Museum zu sehen war.

An den Bodensee kam der Zug über die Brenzbahn – und am Mittwoch rollt das Exemplar auf seiner Rückreise erneut durch das Brenztal.

Schon damals 200 km/h schnell

Das Schmuckstück von 1936 ist eine Art ICE seiner Zeit. Im Test erreichte der Zug über 200 km/h, ein Rekord, der bis 1972 hielt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Triebwagen nach Polen, später in die DDR, wo er ab 1961 dem DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht als komfortabler Salontriebwagen und rollendes Hotel diente. 1973 schied er mit schweren Motorschäden aus dem Dienst.

Mangels eigener Motoren wird der Zug geschoben

1991 erwarb ein Privatmann den Schnelltriebwagen, inzwischen wird er vom „Förderverein Diesel-Schnelltriebwagen (SVT) e.V.“ betreut und ist im sächsischen Delitzsch stationiert.

Hier hat man das Fahrzeug restauriert und sogar Ersatzmotoren beschafft, die aber noch nicht eingebaut sind. Darum wird der „Fliegende Leipziger“ auch bei seiner Heimreise von einer Diesellok geschoben.

Die Fahrt durchs Brenztal

Los geht’s am Mittwoch in Friedrichshafen planmäßig um 13.48 Uhr. In Rammingen muss das Gespann von 17.22 bis 17.44 Uhr reguläre Züge abwarten. Durch Sontheim-Brenz soll der SVT um 17.51 Uhr rollen, durch Giengen um 17.58 Uhr und in Herbrechtingen ist Zugkreuzung von 18.03 bis 18.09 Uhr. Heidenheim soll er um 18.14 und Königsbronn um 18.20 Uhr passieren.

„Wer einen Blick auf das Schmuckstück werfen möchte, sollte unbedingt zeitiger da sein, denn Überführungsfahrten ohne Fahrgäste können aufgrund betrieblicher Abläufe etwas früher als im Fahrplan vorgesehen verkehren“, sagt der Heidenheimer Eisenbahnkenner Marcus Benz, von dem auch alle Infos und das gezeigte Foto vom Ulbricht-Zug stammen.

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