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„Ticket to Go“ gilt seit April als Busfahrkarte – nicht nur im Landkreis

Handyticket: Die neue Smartphone-App „Ticket to Go“ gilt seit April als Busfahrkarte – nicht nur im Landkreis.

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Busfahren per App: Unter-18-Jährige müssen noch eine Weile warten.  Foto: 

Bereits 2014 führte der Heidenheimer Tarifverbund (HTV) gemeinsam mit der Deutschen Bahn das Handyticket „Touch & Travel“ ein. Im November 2016 war aber Schluss. Die Deutsche Bahn stellte die App deutschlandweit ein.

Im Landratsamt wurde das bedauert. „Eine mobile Fahrkarte ist die Zukunft“, so Hans Bendele, Leiter der HTV-Geschäftsstelle im Landratsamt. Deshalb bemühte er sich in den vergangenen sechs Monaten, gemeinsam mit weiteren Tarifverbünden im Südwesten eine neue Smartphone-App auf den Weg zu bringen.

Seit Anfang April ist die App „Ticket to Go“ in Betrieb. Die Funktionsweise: Nach einer Registrierung kann man sich vor jeder Fahrt anmelden, indem man die Positionsbestimmung nutzt. Nun ist auf dem Handy ein gültiger Fahrschein. Nach Ende der Fahrt wird der Fahrpreis angezeigt. Die Bezahlung erfolgt per Lastschrift.

Im Kreis Heidenheim kann die App auf alle Strecken genutzt werden. Der Geltungsbereich weißt in Baden-Württemberg aber noch erhebliche Lücken auf. Beispielweise kann im angrenzenden Gebiet des Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds (Kreis Ulm) nur der Zugverkehr genutzt werden und der komplette Ostalbkreis ist bisher nicht dabei. Trotzdem kann mit der Bahn sowohl nach Ulm, als auch nach Aalen gefahren werden. Denn in allen Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn gilt „Ticket to Go“.

Noch lahmt die Nachfrage: Laut Bendele wurden im Kreis im ersten Monat gerade einmal 55 mobile Fahrscheine gelöst. „Noch nicht jeder hat registriert, dass es wieder ein Handyticket gibt“, begründet Hans Bendele die niedrige Zahl. Außerdem kann man die App bisher erst ab 18 Jahren nutzen.

Um die Nutzerzahlen noch zu steigern, bietet die App momentan Rabatte an. „in mobiler Einzelfahrten koste momentan rund zehn Prozent weniger. Außerdem fasse die App automatisch mehrere Einzelfahrten an einem Tag zu einer Tageskarte zusammen. Diesmal soll das Handyticket länger verfügbar sein. Der Vertrag läuft erstmal drei Jahre.

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