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Bis Ende Juni läuft Bewerbungsfrist für größten Ehrenamtspreis im Landkreis

Noch bis Ende Juni läuft die Bewerbungsfrist für den größten Ehrenamtspreis im Landkreis – heuer ist vorausschauendes Engagement gefragt.

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Digital klingt zukunftsträchtig. Klingt es aber auch abschreckend? Nach vier Jahren mit stets neuen Teilnahmerekorden bleibt die Zahl der Bewerber beim fünften Deutschen Bürgerpreis für den Landkreis Heidenheim jedenfalls absehbar unter der des Vorjahres. Für die beiden Ausrichter des Preises aber kein Beinbruch: Dieter Steck, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heidenheim, und Meinrad Schad, Vorstandsvorsitzender der Hanns-Voith-Stiftung, setzen auf andere Ziele – hoffen aber dass das diesjährige Motto des Bürgerpreises nicht missverstanden wird.

Herr Steck, Herr Schad, die Bewerbungsfrist für den Deutschen Bürgerpreis läuft noch rund zehn Tage. Bislang gibt es rund 160 Bewerbungen, und es wird absehbar, dass es dieses Jahr weniger Bewerbungen geben wird als in den rekordverdächtigen Vorjahren mit bis zu 280 Bewerbungen. Warum?

Dieter Steck: Ich meine, das bundesweite Motto liest sich in diesem Jahr etwas kompliziert: „Vorausschauend engagiert: real, digital, kommunal“ ist eigentlich sehr offen formuliert, doch wir haben erlebt, dass viele Ehrenamtliche zu sehr auf das „digital“ schauen, so als ob man dieses Mal nur mitmachen könne, wenn man digitale Angebote hat. Meinrad Schad: Ich finde es nicht so wichtig, immer noch einen Bewerber-Rekord nach dem anderen aufzutürmen, darum geht es beim Deutschen Bürgerpreis nicht. Wir wollen lieber Qualität als reine Quantität. Ich persönlich finde auch, dass digitale Wege automatisch gefunden werden, wenn sie Sinn machen. Die Inhalte ehrenamtlicher Arbeit sollten im Vordergrund stehen.

Man sollte also den ersten Satz des Mottos „Vorausschauend engagiert“ mehr in den Vordergrund stellen?

Steck: Ganz genau. Wobei ich hoffe, dass das Stichwort „digital“ auch einen eigenen Reiz hat - und zwar gerade bei der Bewerberkategorie U21. Junge Ehrenamtliche tun sich ja leider schon traditionell schwerer mit den Bewerbungen, da wäre es schade, wenn gerade bei digitalen Lösungen und Ideen weniger käme als sonst. In vielen Bereichen ehrenamtlicher Arbeit sind digitale Hilfen längst Alltag, das weiß ich. Ich hoffe also auf den Endspurt in der Bewerbungsfrist. Schad: Ich bin mir sicher, dass es auch zum Thema „vorausschauend engagiert“ ganz viele hervorragende ehrenamtliche Arbeit im Kreis gibt. Ich denke, der Besuch der Bundeskanzlerin in Sachen Ehrenamt war ein schöner Beweis dafür, dass wir uns im Landkreis nicht einfach selbst auf die Schulter klopfen, sondern wirklich beispielgebend aufgestellt sind.

Darum ist der Bürgerpreis für den Landkreis Heidenheim ja auch breiter aufgestellt als anderswo.

Schad: Das stimmt. Wir haben hier zum Beispiel eine besondere Kategorie für engagierte Unternehmer, die es anderswo nicht gibt. Denn wir alle wissen, wie stark Ehrenamt auch von Firmen getragen wird. Gar nicht Mal in Sachen Sponsoring, sondern wirklich durch Sachleistungen, Anpacken, kostenlose Hilfe von Profis. Steck: Und besonders ist ja auch die Preisverleihung. Anderswo bekommen die Sieger der Kategorien ihre jeweils 2000 Euro Prämie überreicht und das war es dann. Wir laden bewusst alle Nominierten ein, weil es uns wichtig ist, alle vorgeschlagenen Ehrenamtlichen zu würdigen.

Es wird also auch in diesem Jahr eine große Preisverleihung geben?

Steck: Natürlich: Der Termin am 20. Oktober steht, wir müssen nur noch eine schöne Räumlichkeit finden, in der so viele Leute zusammenkommen können, Denn der Kontakt unter den Ehrenamtlichen ist uns enorm wichtig, darum halten wir den offiziellen Teil ja immer bewusst schlank. Die Nominierten sollen sich treffen, sollen sich austauschen - und sie sollen sich auch alle feiern lassen. Die Preise sind sozusagen das i-Tüpfelchen. Schad: Ich finde es jedes Jahr begeisternd, wie facettenreich und vielseitig das Ehrenamt in unserer Gegend ist. Das kann man an diesem Abend wunderbar erleben.

Die fünfte Auflage des Deutschen Bürgerpreises biegt auf die Zielgerade ein. Und die sechste Auflage ist gemachte Sache?

Steck: Wenn „vorausschauend“ nicht nur ein Motto ist, dann muss Ehrenamt auch nachhaltig sein. Und das muss dann auch für einen Preis für das Ehrenamt gelten. Von der Kreissparkasse aus sind wir auf jeden Fall gewillt, die Tradition des Bürgerpreises weiter zu führen. Schad: Seitens der Hanns-Voith-Stiftung kann ich mich da nur anschließen. Und vielleicht noch einmal dazu aufrufen, Preisträger vorzuschlagen. Bis Ende Juni ist noch Zeit.

Vier Kategorien gibt es beim Deutschen Bürgerpreis. In jeder sind 2000 Euro ausgelobt. Bei den Alltagshelden geht es um ehrenamtliche Helfer jeder Art, bei den U21 logischerweise um junge Ehrenamtliche bis 21. Beim Lebenswerk werden Ehrenamtliche ausgzeichnet, die sich seit mindestens 25 Jahren engagieren und bei den Engagierten Unternehmern werden Firmeninhaber für Ihr Engagement prämiert.

Vorschlagen kann man sich selbst oder jeden anderen Ehrenamtlichen, den man kennt und der einen Preis verdient hätte (beim Lebenswerk kann man nur vorgeschlagen werden). Das geht ganz einfach und schnell durch das Ausfüllen des Teilnahmebogens, den man online erhält (siehe unten).

Das Motto des Preises lautet 2017 „Vorausschauend engagiert: real, digital, kommunal“.

Die Bewerbungsfrist läuft nur noch bis einschließlich 30. Juni. Danach wird die Jury im Sommer die Preisträger auswählen. Die Preisverleihung findet am 20. Oktober in Heidenheim statt.

Mitmachen können alle ehrenamtlich engagierten im ganzen Kreis.

Infos gibt es unter www.ksk-heidenheim.de/buergerpreis oder

buergerpreis@ksk-heidenheim.de

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