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Simone Honold: die neue Rektorin der Ostschule

Als Lehrerin der Erst- und Zweitklässler unterrichtet Simone Honold seit 2008 an der Ostschule. Jetzt wurde die Schnaitheimerin zur neuen Schulleiterin bestellt.

Karin Fuchs |

Die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten im Bildungshaus 3 bis 10, Sprachförderung, Medienbildung für Grundschüler, offene Ganztagesschule oder bilinguales Lernen – all diese Angebote gibt es an der Ostschule. Dass solche Dinge den Kindern an einer Grundschule gut tun, davon ist Simone Honold überzeugt. Das sei auch der Ausschlag gewesen, sich auf die vakante Rektorenstelle an der Ostschule zu bewerben. Nun hat sie offiziell die Nachfolge von Jörg Glückschalt angetreten. In den Sommerferien wurde die 40-Jährige bereits zur Leiterin der Schule mit den 170 Schülern und 13 Lehrkräften bestellt, am Mittwoch, 26. November findet nun die offizielle Amtseinsetzung statt. Honold ist nicht nur Schulleiterin, sondern seit diesem Schuljahr auch Beratungslehrerin. Eine entsprechende Ausbildung hat sie im vorigen Jahr an der Schulpsychologischen Beratungsstelle in Aalen absolviert.

Simone Honold hat es nach ihrem Studium in Ludwigsburg in den Landkreis zurück gezogen. Nach dem Referendariat an der Grundschule Reutenen und der Hauptschule an der Westschule unterrichtet sie zunächst in Eislingen an der Fils, wechselte dann auf eigenen Wunsch nach Hermaringen an die Rudolf-Magenau-Schule. Da dort die Schülerzahlen sanken, wurde sie im Jahr 2008 an die Ostschule versetzt. „Das war für mich ein Glücksfall“, erzählt Simone Honold.

Seitdem hat sie die Arbeit an der Ostschule zu schätzen gelernt und war an vielen Projekten auch selbst beteiligt. Zum Beispiel auch am jahrgangsübergreifenden Arbeiten, das an der Ostschule nicht nur im Bildungshaus zum Tragen kommt, sondern auch an regelmäßigen Thementagen umgesetzt wird. Zuletzt ging es um Verkehrerziehung, später im Jahr geht es um den Advent oder um die Vorbereitung des Schulfestes. Kinder unterschiedlichen Alters arbeiten in Lerngruppen zusammen, dabei geht es nicht ausschließlich darum, Neues zu lernen, sondern auch um das soziale Miteinander.

Stark ist die Ostschule nach Auffassung von Simone Honold auch in der Sprachförderung, eine Herausforderung, der sich die Schule angesichts des hohen Migrantenanteils schon sehr früh gestellt hatte. Das Thema wird an Wichtigkeit zunehmen, sagt Honold mit Hinblick auf die zunehmende Zahl an Flüchtlingskindern. Dabei geht es nicht allein ums Lesen und Schreiben: „Wenn ein Kind kein deutsch kann, wie soll es dann eine Zahl verstehen, wenn es das Wort dafür nicht kennt?“ Zwei Stunden pro Woche befassen sich Sprachförderkräfte der Stadt mit den Kindern mit sprachlichen Defiziten. Wenn jemand gar kein Deutsch kann, reicht das nicht aus. Dann braucht es tägliche Sprachförderung oder alternativ den Besuch der Brückenklasse, die übergreifend für alle Grund- und Hauptschulen Heidenheims an der Ostschule angesiedelt ist.

Herausforderung der Zukunft ist für Simone Honold, der Vielfalt der Grundschüler gerecht zu werden. „Die Bandbreite reicht von Kindern ohne Deutschkenntnisse bis hin zu Hochbegabten in einer Klasse. Auf diese bunte Mischung müsse reagiert werden. Dass sich dies nicht in ein 45-Minuten-Schema pressen lässt, das müssten auch Eltern verstehen lernen. „Wir müssen davon wegkommen, dass Kinder nach 45 Minuten Unterricht alle das gleiche Wissen haben können.“

Simone Honold geht es dabei nicht nur darum, die Schwachen zu fördern. Seit sie Rektorin ist, gibt es an der Ostschule jetzt auch eine spezielle Förderung der starken Kinder mit extra Stunden, die „Mathe plus“ und „Deutsch plus“ genannt werden.

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