Riesenandrang bei Ausbildungsmesse im CC
Viele Tausend Jugendliche haben die Gelegenheit genutzt, sich bei der Ausbildungs- und Studienmesse im Heidenheimer Congress Centrum im Hinblick auf ihre berufliche Zukunft zu informieren. Mehr als 100 Aussteller aus den verschiedensten Branchen präsentierten sich und ihre Ausbildungsberufe.
Teils war das Durchkommen schwer, schoben sich die Menschenmassen nur an den Ständen der mehr als 100 Aussteller vorbei. Dennoch, wohin man blickte, fanden teils kurze, teils intensive Gespräche statt. Junge Menschen, kurz vor dem Schulabgang, nutzten die Gelegenheit, sich mit Ausbildern und Auszubildenden zu unterhalten, sich zu informieren über Betriebe und die Ausbildung. Neben Unternehmen aus Handel, Industrie, Handwerk und der Dienstleistungsbranche waren auch Institutionen, von sozialen und kommunalen Einrichtungen über die Polizei bis hin zu den Hochschulen vertreten. Im Gespräch mit den Ausstellern wurde schnell deutlich, dass sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt verändert. Waren es vor Jahren in erster Linie noch die Schulabgänger, die die Ausbildungsmesse nutzten, um sich potenziellen Arbeitgebern so gut wie möglich zu präsentieren, um einen Ausbildungsplatz zu ergattern, so sind es heute die Betriebe, die versuchen, Azubis zu finden und an sich zu binden.
Dies betonte auch Oberbürgermeister Bernhard Ilg bei seiner kurzen Eröffnungsansprache. Der demographische Wandel und die geburtenschwachen Jahrgänge sorgten dafür, dass es sich die Gesellschaft nicht mehr leisten könne, Schüler ohne oder mit schlechtem Schulabschluss zu entlassen. Mit Stolz könnten alle Organisatoren und Verantwortlichen der Ausbildungs- und Studienmesse auf die vergangenen zehn Jahre zurückblicken. 2001 nämlich fand die Veranstaltung zum ersten Mal in der Karl-Rau-Halle statt, mit 50 beteiligten Ausstellern. „Mittlerweile sind es mehr als doppelt so viele und das Congress Centrum reicht nicht mehr aus, um alle unterzubringen“, so der OB. Aus diesem Grunde habe man nun zusätzlich Konferenzräume des Schlosshotels genutzt.
„Der Nachwuchsbedarf bei den Betrieben ist groß“, sagte Ilg und betonte, dass vor diesem Hintergrund die Bildung eine ganz besondere Rolle spiele. „Wir alle haben eine große gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Kinder und müssen versuchen, ihnen die besten Voraussetzungen zu schaffen“, sagte Ilg..
Die Messe sei eine hervorragende Gelegenheit für alle Schulabgänger, sich im persönlichen Gespräch mit Ausbildern und Azubis zu informieren. „Das kann man durchs Internet nicht ersetzen“, so der OB. Doch nicht nur für künftige Auszubildende, sondern auch für die Betriebe biete sich hier eine große Chance. Bei der Ausbildungs- und Studienmesse könnten sich die Ausbildungsbetriebe präsentieren und so vielleicht künftige Mitarbeiter auf sich aufmerksam machen. Vor allen Dingen durch den doppelten Abiturjahrgang seien auch die Unternehmen gefordert, ausreichend qualifizierte Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.
Ein durchweg positives Fazit zog Norbert Bach, Leiter der Agentur für Arbeit in Heidenheim, am Ende der Messe: „Das ist ein wichtiges Instrument für unsere Region“, sagte er. Die Aussteller hätten signalisiert, dass im Lauf des Tages viele qualitativ hochwertige Gespräche zustande gekommen seien. „Viele Betriebe rekrutieren bis zu 30 Prozent ihrer Auszubildenden bei dieser Messe“, berichtete Bach. Auf der anderen Seite seien viele Eltern erstaunt darüber gewesen, wie viele Ausbildungsbetriebe und berufliche Möglichkeiten die Region biete. Bach schätzte gestern Abend, dass diesmal mehr als 10 000 Besucher bei der Messe waren. Allein die Fachvorträge seien von mehr als 500 Besuchern gehört worden.
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Autor: Andreas Uitz | 13.11.2011
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