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Juniorwahlen: Schüler wählen unter realistischen Bedingungen

Mehr als 500.000 Schüler haben in der vergangenen Woche bei der Juniorwahl deutschlandweit ihre Kreuze gemacht. Auch im Landkreis haben sich mehrere Schulen an der Aktion beteiligt, bei der Schüler unter echten Bedingungen abstimmen durften.

Catrin Weykopf/pm |

Seit dem Jahr 1999 wird die Juniorwahl bundesweit zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Knapp 1 Millionen Jugendliche haben sich seither beteiligt. Die erste bundesweite Durchführung in allen 16 Bundesländern fand parallel zur Bundestagswahl 2002 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Johannes Rau in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung statt.

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 beteiligten sich erneut auch mehrere Schulen im Landkreis an der Aktion. Mit dabei waren unter anderem die Maria-von-Linden-Schule, das Hellenstein-Gymnasium, das Buigen-Gymnasium, die Eugen-Gaus-Realschule, die Adalbert-Stifter-Realschule, die Härtsfeldschule in Neresheim und die Wiesbühlschule in Nattheim.

Lehrer und Schüler machen das Projekt zu dem, was es ist

Das Projekt steht auf zwei Hauptsäulen: dem Unterricht und dem Wahlakt. Zum einen sind es die Lehrerinnen und Lehrer, die das Thema im Unterricht behandeln, zum anderen sind es die Schülerinnen und Schüler, die den Wahlakt selbst organisieren. Als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer verteilen sie Wahlbenachrichtigungen, legen Wählerverzeichnisse an und bilden einen Wahlvorstand.

Im Unterricht besprachen die Schüler in der kurzen Zeit seit den Sommerferien zudem, welche Parteien zur Wahl stehen, wie der Abstimmungsvorgang funktioniert und wie die Stimmen ausgezählt werden. Genau wie über 18-jährige Wahlberechtigte bekamen die Schüler anschließend Wahlbenachrichtigungen für ihre Juniorwahl und bei der eigentlichen Abstimmung mussten sie - wie bei echten Wahlen üblich - den Personalausweis vorzeigen.

Im Wahllokal ging es auch mal lustig zu

Mithilfe dieser so realistisch wie möglichen Umstände soll der Wahlakt als etwas Besonderes und Wichtiges vermittelt werden. Gleichzeitig soll aber der Spaß an der Sache nicht zu kurz kommen. Wie die Bilder aus den verschiedenen Schulen zeigen, ging es im ein oder anderen Wahllokal auch durchaus lustig zu.

Ein Blick auf die Wahlbeteiligung der teilnehmenden Schulen zeigt zudem: Das Projekt kommt insgesamt bei den Schülern gut an. Fast überall gingen mehr als 80 Prozent der wahlberechtigten Schüler an die Urnen - ein Ergebnis, das von echten Bundestagswahlen deutlich abweicht.

Nach Auszählung der Stimmen aber steht fest: Unter realistischen Bedingungen entstand auch ein Ergebnis, das nahe an die Wirklichkeit heranreicht. Denn auch an den beteiligten Schulen hat die CDU überwiegend eine haushohe Mehrheit eingefahren. Roderich Kiesewetter wäre, hätte er sich ausschließlich von Schülern wählen lassen müssen, sein Direktmandat ebenfalls spielend leicht sicher gewesen.

Eine Übersicht über die Aktionen an allen teilnehmenden Schulen im Landkreis gibt es im Online-Dossier zur Bundestagswahl.

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